CO2-Emissionshandel
So wird Klimaschutz zum Geschäft
Umweltsünder bessern sich erst, wenn sich ökologisches Verhalten auch auszahlt. Deshalb soll der CO2-Emissionshandel helfen, unser Klima zu retten. Wie funktioniert dieses neuartige Geschäft – und läuft es überhaupt? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
aktualisiert am 08.03.2010Tierschutz
Protest gegen Oscar-Ehre
Der Dokumentarfilm «Die Bucht» zeigt die Gnadenlosigkeit der japanischen Delfinjagd. An der diesjährigen Oscarverleihung wurde der Film in der Kategorie «Beste Dokumentation» ausgezeichnet - Japan protestiert.
Recycling
Discs zweimal versilbert
Ausgediente CDs und DVDs landen in der Schweiz meist im Müll. Ein Verein hat sich jetzt vorgenommen, das Recycling anzuschieben. Denn in den Silberlingen stecken wertvolle Rohstoffe.
aktualisiert am 28.01.2010Elfenbeinhandel
Elefantenschutz in kritischer Phase
Das Handelsverbot für Elfenbein könnte gelockert werden - falls die EU-Länder sich Anfang Februar nicht auf einen weiterhin strengen Elefantenschutz einigen können. Das wäre ein fatales Signal an Wilderer.
Rohstoffe
Ausverkauf in Afrika
Die Sieger der Globalisierung entdecken ihre Liebe zur Landwirtschaft – im armen Süden. Sie pachten riesige Gebiete und nehmen oft afrikanischen Bauern die Existenzgrundlage.
Lewis Gordon Pugh
«So dürfen wir mit der Natur nicht länger umgehen»
Der Extremsportler Lewis Gordon Pugh schwimmt in eisigen Gewässern – nicht mehr wegen des sportlichen Kicks, sondern um aufzurütteln. Unermüdlich ruft der Mann mit Frostschutz in den Adern die Welt zum Schutz des Klimas auf.
Energieverbrauch
Gottes Werk braucht kühlere Kirchen
Kirchliche Hilfswerke fordern, dass die Schweiz ihren CO2-Ausstoss drastisch senkt. Doch auch die Kirchen selber sind Energiesünder. Umweltbewusste Christen begnügen sich nicht mehr mit Petitionen, sondern wollen auch die Gotteshäuser energetisch in Ordnung bringen.
Heizenergie
Die Milliarde besser nutzen
In Schweizer Wohnungen werden gigantische Mengen Energie verheizt. Im Wortsinn. Denn mit einem kleinen Dreh am Temperaturregler und einigen anderen Massnahmen liesse sich bereits eine Milliarde Franken sparen. Und mit energetischen Sanierungen nochmals 1,5 Milliarden.
AKW Beznau
Nach Notstopp aufs Geratewohl repariert
Auf eine automatische Schnellabschaltung eines AKWs folgen ebenso automatisch Beteuerungen der Betreiber und des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi), dass man alles unter Kontrolle habe.
Peter Stamm
«Ich war schon grün, bevor es die Grünen gegeben hat»
Peter Stamm zählt zu den bekanntesten Schweizer Autoren; seine Romane wurden bis heute in 24 Sprachen übersetzt. Weniger bekannt ist aber, dass Stamm auch ein Naturfreund ist – und sich «bei allen Wahlen» als Kandidat aufstellen lässt.
Genfersee
Erdgasbohrungen wecken Angst vor Unfällen
Feuchtgebiet Les Grangettes: Die im Genfersee geplanten Erdgasbohrungen stossen auf Widerstand.
aktualisiert am 22.10.2009Artenvielfalt
37 neue Smaragd-Schutzgebiete
Das Bundesamt für Umwelt hat 37 Biotope in der Schweiz für die Aufnahme in das europäische Schutzgebietsnetzwerk Smaragd vorgeschlagen. Ziel des Netzwerks ist die Erhaltung von Lebensräumen und Arten.
Forschung
Mit Wanzen gegen AKWs
Aquarelle von verkrüppelten Insekten nährten vor 20 Jahren einen Verdacht: Schweizer Atomkraftwerke verstrahlen die Tiere. Die Wissenschaft entwarnte. Doch die Zeichnerin Cornelia Hesse glaubt noch heute an ihre These – und kämpft weiter.
Nachlese
Um Gottes willen
Die Walliser Gemeinde Fiesch will gegen die Klimaerwärmung beten und wird darum vom Papst empfangen. PR-Gag oder bitterer Ernst? Beides.
Biobaumwolle
Der tägliche Kampf ums weisse Gold
Seit Jahren fördern die Hilfswerke Helvetas und Swissaid sowie die Stiftung bioRe Biobaumwollfarmer in Tansania, Mali und Indien. Dank der Schweizer Hilfe hat sich die Lage vieler Bauern verbessert – doch sinkende Baumwollpreise bedrohen die Projekte.
Myclimate
Viel Geld fürs gute Gewissen
Myclimate offeriert ein Gegengeschäft: Freiwillige Abgaben kompensieren in Freizeit und Produktion erzeugte CO2-Emissionen. Das Angebot der Schweizer Umweltschutzorganisation kommt an. Myclimate hat zurzeit mehr Mittel in der Kasse, als in Projekte investiert werden können.
aktualisiert am 07.09.2009Wolfsabschüsse
WWF und Pro Natura gehen vor Gericht
WWF und Pro Natura wollen die laufenden Wolfs-Abschussbewilligungen nicht hinnehmen. Die beiden Organisationen haben nun Rekurse eingereicht und wollen eine Revision des Wolfskonzepts erwirken.
Gemüsesorten
EU sorgt für Einheitsbrei
Stein des Anstosses war die Kartoffel. Seit Monaten streiten die Stiftung Pro Specie Rara, die sich für die Erhaltung alter Sorten einsetzt, und das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) darüber, welche Gemüse weiter angebaut und verkauft werden dürfen und welche nicht.
aktualisiert am 31.07.2009Gebäudeausweis
Zu früh gefreut
Das Bundesamt für Energie verbilligt 15'000 Energieausweise für Gebäude. Viele Hausbesitzer haben sich jedoch zu früh gefreut: Im letzten Moment wurden die Spielregeln geändert.
Atommüll-Tiefenlager
«Welche Technik hält schon eine Million Jahre?»
Nichts kann garantieren, dass aus einem Atommüll-Tiefenlager keine Radioaktivität in die Umwelt gelangt, sagt der Wiener Risikoforscher Wolfgang Kromp. Er fordert kleinere, dezentrale Lager.
aktualisiert am 31.08.2009Naturschutz
Die Schweiz erhält neun neue Naturpärke
Das Bundesamt für Umwelt hat neun Gesuche für neue Naturpärke gutgeheissen. Der Bund wird diese Pärke in Zukunft finanziell unterstützen.
aktualisiert am 10.06.2009Der Film «HOME»
Hymne auf die Erde
Yann Arthus-Bertrands einzigartiger Film HOME zeigt uns die Erde aus einer ganz neuen Perspektive – in jeder Hinsicht. Werfen Sie einen kostenlosen Blick auf unseren Planeten. Solange er noch so schön ist.
Möbel
Holzherkunft meist unklar
Laut einer WWF-Studie weiss nur jeder zehnte Möbelhersteller, woher sein Holz genau stammt. Das bedeutet: Fast in jedem Möbel kann theoretisch Holz aus Raubbau stecken.
aktualisiert am 07.05.2009Umweltbelastungen
«Schmutzige Luft ist ein stiller Killer»
Während sich alle vor der neuen Grippe fürchten, sterben in Europa jedes Jahr 350'000 Menschen infolge der Luftverschmutzung. Hauptursache ist der Strassenverkehr.
Ernst Ulrich von Weizsäcker
«Wer Verzicht als Ende der Zivilisation beklagt, ist ein Spinner»
Nur höhere Energiepreise und der Verzicht auf «Dinosaurier-Technologien» werden Wirtschaft und Umwelt auf Dauer in Schwung bringen, erklärt Naturwissenschaftler und Autor Ernst Ulrich von Weizsäcker. In diesem Sinne habe auch die Finanzkrise ihr Gutes.
aktualisiert am 03.04.2009Invasive Arten
Globalisierung bedroht Tiere und Pflanzen
Der wachsende Waren- und Personenverkehr bringt zunehmend blinde Passagiere mit: Fremde Tier- und Pflanzenarten, die nach Europa eingeschleppt wurden, verursachen bereits heute jedes Jahr Schäden in Höhe von rund 15 Milliarden Franken.
aktualisiert am 31.03.2009Bienensterben
Rettungsplan für die Honigbiene
Beim Angriff auf die Honigbiene sind mehrere Faktoren im Spiel, Hauptverdächtige sei jedoch die Varroa-Milbe, wie die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux festhält. Nun soll eine Forschungsoffensive den Bienen zu Hilfe kommen.
Schweiz
Deutlich weniger Ausstoss von Treibhausgasen
Die Emissionen von Treibhausgasen sind 2007 in der Schweiz um 3,6 Prozent zurückgegangen. Grund dafür waren vor allem die hohen Heizölpreise. Bei den Treibstoffen (Benzin und Diesel) hingegen stiegen die Emissionen weiter an.
Fischerei
Riesige Schäden durch illegale Fänge
Bis zu einem Fünftel der weltweiten Fänge sind illegal. Das richtet nicht nur ökologischen und wirtschaftlichen Schaden an: Es entzieht den Ärmsten der Armen auch eine Nahrungsgrundlage.
Ökologie
Naturparadiese als Kriegsschauplätze
Kriege toben besonders häufig in Regionen mit sehr grossem Artenreichtum. Die Zerstörung der Ökologie bedroht die Zivilbevölkerung langfristig – und führt häufig erneut zu Krieg.
aktualisiert am 16.03.2009Klimawandel
Artenvielfalt muss bewahrt werden
Etliche Tier- und Pflanzenarten könnten wegen des Klimawandels aussterben – was auch für den Menschen drastische Folgen hätte. Im Vorfeld der Kopenhagener UN-Klimakonferenz sprachen Fachleute deshalb Empfehlungen für die Umweltpolitik aus.
Klimawandel
Schlimmer als befürchtet
Extreme Wetterereignisse und kollabierende Ökosysteme: Schon ein geringfügiger Anstieg der Temperatur sorgt global für heftige Folgen – ein Expertenteam zeichnet ein düsteres Szenario.
Drei Fragen an…
Claude Longchamp
Vor 20 Jahren war die Umwelt Sorge Nummer eins in der Schweiz. Heute ist Umweltschutz nur noch für jeden Fünften ein wichtiges Problem. Claude Longchamp, Leiter des Forschungsinstituts GFS Bern, erklärt warum.
Moritz Leuenberger
«Mich überwältigen die wilden Seiten der Natur»
Moritz Leuenberger, seit 1995 Bundesrat, ist der amtsälteste Umweltminister Europas. In der Umweltpolitik brauche es einen langen Atem, sagt er. Und man müsse akzeptieren, dass Erfolge spärlich, unspektakulär und hart erstritten sind
Ozeane
Gefährlicher Lärmpegel
Nicht nur Schifffahrt und Ölbohrungen bringen die Akustik unter dem Meeresspiegel durcheinander – auch die Versauerung der Ozeane lässt den Lärmpegel im Wasser steigen. Sehr zum Leidwesen der Meeresbewohner.
Forschung
Marine Todeszonen breiten sich aus
Die Luft unter Wasser ist sowieso schon knapp, nun wird sie noch knapper: CO2-Zunahme und Sauerstoff-Abnahme erschweren Tiefseetieren das Atmen.

































