BMW-Fahrtraining
«Da wird Natur verschleudert»
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- 5/11
Während Wochen kurven BMW-Kunden über den geschlossenen Flüelapass und den See beim Hospiz. Die Gegner dieses exklusiven Vergnügens finden beim Kanton kein Gehör.

Gestörte Idylle auf dem gesperrten Pass: Hans Fankhauser (rechts) kämpft gegen die Fahrtrainings von BMW.
«Da kommen sie», sagt Hans Fankhauser und tritt widerwillig an den Strassenrand. Weiter unten im Tal hört man ein leises Brummen von Fahrzeugen, die auf Schnee unterwegs sind. Dann biegen sie um die Kurve: ein Konvoi von sieben BMWs, schwere, neue Limousinen mit Zürcher Nummernschildern. «X-Drive, das intelligente Allradsystem», heisst es auf den Türen. Die Menschen in den Autos tragen weisse Bändel mit dem BMW-Logo um den Hals. Sie schauen zufrieden in die Welt und grüssen freundlich. Fankhauser erwidert den Gruss zögernd. «Die zweite Gruppe kommt auch gleich», sagt er. Zwei Minuten später fahren weitere sieben BMWs vorbei. Die Leute am Steuer tragen diesmal blaue Bändel.
Wer wie Hans Fankhauser im Winter am Flüelapass zu Fuss unterwegs ist, wird bestenfalls geduldet, denn während sechs Wochen gehört die Strasse ganz BMW. Der Schweizer Ableger des deutschen Autoherstellers führt hier seine «Wintertrainings» durch, eine exklusive Angelegenheit für eine handverlesene Kundschaft. Im Februar und März bringen zwei Instruktoren einer Schar von insgesamt rund 1500 BMW-Kunden bei, wie man sich im Winter auf Strassen richtig verhält.
Die Flüela-Passstrasse wird dazu winterlich präpariert, damit weder zu viel noch zu wenig Schnee liegt und das Fahrgefühl «authentisch» ist. So authentisch, dass eigentlich Schneeketten obligatorisch wären. Die BMWs sind selbstverständlich ohne unterwegs. Die würden auf dem zugefrorenen Schottensee oben beim Flüela-Hospiz höchstens stören. Dort werden Manöver geübt: beschleunigen, einem Hindernis ausweichen, Slalomfahren auf einer Eisfläche, die ebenfalls täglich präpariert wird. «Es gibt wohl keinen geeigneteren Ort als den zugefrorenen Schottensee auf über 2000 Metern über Meer auf dem Flüelapass», heisst es auf der BMW-Homepage.
Das sieht Hans Fankhauser entschieden anders. Für ihn gibt es kaum einen ungeeigneteren Ort für diese Veranstaltung. «Nach der Eröffnung des Vereinatunnels Ende 1999 waren hier im Winter nur ein paar Tourenskifahrer und Schneeschuhwanderer unterwegs», sagt der passionierte Jäger aus Küblis. «Und das Wild hatte zumindest im Winter während vier Monaten seine Ruhe.» Fankhauser kennt die Stille am Berg. Ein paar Kehren unterhalb der Passhöhe steht seine Weisshornhütte, ein ehemaliges Wegmeisterhaus, das er vor 38 Jahren kaufen konnte. Er hat sich hier ein kleines Refugium eingerichtet, mit Solarstrom und Gämsgehörn in der Küche. Zwei- bis dreimal pro Woche steigt der 79-Jährige zu Fuss die dreieinhalb Kilometer vom Parkplatz hinauf, unternimmt kleine Skitouren, schaut den Schneefinken zu oder geniesst die Ruhe – wenn nicht gerade BMWs an seinem Haus vorbeikurven.
Die Invasion der Limousinen in der Winterlandschaft am Flüela begann 2004. Die Davos Destination Organisation (DDO), das Vermarktungsunternehmen von Davos, suchte nach einer Verwendung für den gesperrten Pass und fand in BMW einen dankbaren Partner. Als der Betrieb im Winter 2006 richtig anrollte, schaute sich auch Fankhauser nach Verbündeten um. Fündig wurde er bei den Umweltorganisationen Pro Natura, WWF, Verkehrs-Club und Mountain Wilderness. Elsbeth Flüeler, Geschäftsführerin von Mountain Wilderness, versteht nicht, weshalb der Kanton Graubünden die Passstrasse im Winter an BMW vermietet. So werde die Natur am Flüelapass «geradezu verschleudert».
Fankhauser und seine Mitstreiter lancierten eine Petition gegen die winterliche Nutzung der Passstrasse und sammelten innert Wochen 1500 Unterschriften. In der Folge traf man sich zu Gesprächen, aber die Naturschützer mussten schnell feststellen, dass sie höchstens Einschränkungen, nicht aber ein Verbot der Fahrtrainings erreichen würden. Zu gross sind die – finanziellen – Interessen hinter der Veranstaltung: Der Kanton erhält 30'000 Franken Miete, BMW kann seiner Kundschaft einen exklusiven Fahrspass anbieten, und Davos profitiert von gutbetuchten Gästen.
BMW bringe so rund eine Million Franken in die Region, sagt BMW-Mediensprecher Beda Durrer. Schliesslich bleibe es oftmals nicht bei einem halben oder ganzen Tag Fahrtraining. BMW-Händler, die die Kurse für ihre Kunden buchen, böten diesen oft noch Zusätzliches: einen Fondueplausch am Abend etwa, eine Hotelübernachtung oder ein Curlingturnier. «Da kommt einiges an Wertschöpfung zusammen.» Entsprechend gross sei die Nachfrage: «Wir haben Wartelisten ohne Ende.»
Wer es auf die Teilnehmerliste schafft, darf auf dem Schottensee ans Limit gehen: Vom Nordende her wird beschleunigt, auf 40 Kilometer pro Stunde, 60 oder mehr, bevor die Autos in eine kleine Gasse aus blauweissen Kegeln einfahren und an deren Ende einem Hindernis ausweichen müssen. Passieren könne da nichts, versichert BMW-Sprecher Durrer: «Wir haben alle erdenklichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Bisher ist noch nie auch nur das Geringste vorgefallen.» Und sonst hätte man Ölbinder und Ölwannen sowie die Telefonnummer der Feuerwehr Davos griffbereit.
Hans Fankhauser zweifelt, ob das bei einem Unfall etwas bringen würde. Dass die BMW-Kunden während rund sechs Wochen vor seinem zweiten Zuhause herumkurven, wäre halbwegs zu ertragen. Aber um den Schottensee macht sich Fankhauser ernsthafte Sorgen. «Der Schottensee ist ein Quellsee», sagt er, «das Wasser aus dem See speist direkt die Grundwasserfassung von Davos.» Fankhauser malt düster: Ein Unfall auf dem See, verbunden mit einem Fahrzeugbrand, der das Eis zum Schmelzen bringen würde – «das würde den ganzen See vergiften. Ich sehe einfach nicht ein, weshalb man ausgerechnet hier solche Kurse absolvieren muss.»
Im Januar 2010, nach zahlreichen Interventionen durch Fankhauser und die Umweltorganisationen, ordnete der damalige Bündner Baudirektor Stefan Engler an, dass Davos «für das nächste Jahr den Verzicht auf die Nutzung des Schottensees bzw. die Nutzung eines Alternativstandorts zu prüfen» habe. Zudem verfügte Engler, dass künftig nur noch an maximal 40 statt 55 Tagen gefahren werden dürfe und an Sonn- und Feiertagen Ruhe herrschen müsse auf dem Pass.
Die alternativen Standorte wurden tatsächlich geprüft – wenn auch primär durch BMW selber. Davos habe «verschiedene alternative Standorte evaluiert und BMW diese Alternativen vorgeschlagen», sagt DDO-Chef Reto Branschi: «Die Machbarkeit dieser Standorte hat schliesslich BMW beurteilt.» Deren Fazit: Bei einem der drei in Frage kommenden Standorte hätte man wegen eines Bachs Aufschüttungen machen müssen. Der zweite – die Seewiese in Davos – ist während des WEF an Audi vermietet, ebenfalls für Autokurse. «Diese sensible Gegend kann deshalb nicht durch weitere Fahrtrainings belastet werden», sagt Branschi. Und der dritte Standort wurde von BMW von vornherein als zu klein betrachtet und gar nicht erst näher angeschaut. Damit blieb – wenig überraschend – als einziges in Frage kommendes Gebiet dasjenige, das BMW ohnehin bevorzugt: Flüelapass und Schottensee.
Dabei wird es vorläufig auch bleiben. Nachdem der damalige Bündner Baudirektor Stefan Engler in den vergangenen Jahren den Vertrag für die Nutzung der Strasse jeweils nur für eine Saison unterschrieben und vorgängig die Umweltorganisationen angehört hatte, unterschrieb er im Dezember 2010 – unmittelbar vor seinem Rücktritt als Regierungsrat – eine drei Jahre gültige Vereinbarung. Es habe «keinen Grund und auch keine Verpflichtung für den Kanton» gegeben, die Gegner der Fahrtrainings vorher anzuhören, erklärt er.
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© BeobachterNatur Ausgabe 5 vom 03. Mär 2011 - Alle Rechte vorbehalten
BMW-Fahrtraining
«Da wird Natur verschleudert»
Während Wochen kurven BMW-Kunden über den geschlossenen Flüelapass und den See beim Hospiz. Die Gegner dieses exklusiven Vergnügens finden beim Kanton kein Gehör.
Gestörte Idylle auf dem gesperrten Pass: Hans Fankhauser (rechts) kämpft gegen die Fahrtrainings von BMW.
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(Ausgabe: 3/10)
«Da kommen sie», sagt Hans Fankhauser und tritt widerwillig an den Strassenrand. Weiter unten im Tal hört man ein leises Brummen von Fahrzeugen, die auf Schnee unterwegs sind. Dann biegen sie um die Kurve: ein Konvoi von sieben BMWs, schwere, neue Limousinen mit Zürcher Nummernschildern. «X-Drive, das intelligente Allradsystem», heisst es auf den Türen. Die Menschen in den Autos tragen weisse Bändel mit dem BMW-Logo um den Hals. Sie schauen zufrieden in die Welt und grüssen freundlich. Fankhauser erwidert den Gruss zögernd. «Die zweite Gruppe kommt auch gleich», sagt er. Zwei Minuten später fahren weitere sieben BMWs vorbei. Die Leute am Steuer tragen diesmal blaue Bändel.
Wer wie Hans Fankhauser im Winter am Flüelapass zu Fuss unterwegs ist, wird bestenfalls geduldet, denn während sechs Wochen gehört die Strasse ganz BMW. Der Schweizer Ableger des deutschen Autoherstellers führt hier seine «Wintertrainings» durch, eine exklusive Angelegenheit für eine handverlesene Kundschaft. Im Februar und März bringen zwei Instruktoren einer Schar von insgesamt rund 1500 BMW-Kunden bei, wie man sich im Winter auf Strassen richtig verhält.
Die Flüela-Passstrasse wird dazu winterlich präpariert, damit weder zu viel noch zu wenig Schnee liegt und das Fahrgefühl «authentisch» ist. So authentisch, dass eigentlich Schneeketten obligatorisch wären. Die BMWs sind selbstverständlich ohne unterwegs. Die würden auf dem zugefrorenen Schottensee oben beim Flüela-Hospiz höchstens stören. Dort werden Manöver geübt: beschleunigen, einem Hindernis ausweichen, Slalomfahren auf einer Eisfläche, die ebenfalls täglich präpariert wird. «Es gibt wohl keinen geeigneteren Ort als den zugefrorenen Schottensee auf über 2000 Metern über Meer auf dem Flüelapass», heisst es auf der BMW-Homepage.
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«Das Wild hatte im Winter seine Ruhe»
Das sieht Hans Fankhauser entschieden anders. Für ihn gibt es kaum einen ungeeigneteren Ort für diese Veranstaltung. «Nach der Eröffnung des Vereinatunnels Ende 1999 waren hier im Winter nur ein paar Tourenskifahrer und Schneeschuhwanderer unterwegs», sagt der passionierte Jäger aus Küblis. «Und das Wild hatte zumindest im Winter während vier Monaten seine Ruhe.» Fankhauser kennt die Stille am Berg. Ein paar Kehren unterhalb der Passhöhe steht seine Weisshornhütte, ein ehemaliges Wegmeisterhaus, das er vor 38 Jahren kaufen konnte. Er hat sich hier ein kleines Refugium eingerichtet, mit Solarstrom und Gämsgehörn in der Küche. Zwei- bis dreimal pro Woche steigt der 79-Jährige zu Fuss die dreieinhalb Kilometer vom Parkplatz hinauf, unternimmt kleine Skitouren, schaut den Schneefinken zu oder geniesst die Ruhe – wenn nicht gerade BMWs an seinem Haus vorbeikurven.
Die Invasion der Limousinen in der Winterlandschaft am Flüela begann 2004. Die Davos Destination Organisation (DDO), das Vermarktungsunternehmen von Davos, suchte nach einer Verwendung für den gesperrten Pass und fand in BMW einen dankbaren Partner. Als der Betrieb im Winter 2006 richtig anrollte, schaute sich auch Fankhauser nach Verbündeten um. Fündig wurde er bei den Umweltorganisationen Pro Natura, WWF, Verkehrs-Club und Mountain Wilderness. Elsbeth Flüeler, Geschäftsführerin von Mountain Wilderness, versteht nicht, weshalb der Kanton Graubünden die Passstrasse im Winter an BMW vermietet. So werde die Natur am Flüelapass «geradezu verschleudert».
Für ein Verbot ist zu viel Geld im Spiel
Fankhauser und seine Mitstreiter lancierten eine Petition gegen die winterliche Nutzung der Passstrasse und sammelten innert Wochen 1500 Unterschriften. In der Folge traf man sich zu Gesprächen, aber die Naturschützer mussten schnell feststellen, dass sie höchstens Einschränkungen, nicht aber ein Verbot der Fahrtrainings erreichen würden. Zu gross sind die – finanziellen – Interessen hinter der Veranstaltung: Der Kanton erhält 30'000 Franken Miete, BMW kann seiner Kundschaft einen exklusiven Fahrspass anbieten, und Davos profitiert von gutbetuchten Gästen.
BMW bringe so rund eine Million Franken in die Region, sagt BMW-Mediensprecher Beda Durrer. Schliesslich bleibe es oftmals nicht bei einem halben oder ganzen Tag Fahrtraining. BMW-Händler, die die Kurse für ihre Kunden buchen, böten diesen oft noch Zusätzliches: einen Fondueplausch am Abend etwa, eine Hotelübernachtung oder ein Curlingturnier. «Da kommt einiges an Wertschöpfung zusammen.» Entsprechend gross sei die Nachfrage: «Wir haben Wartelisten ohne Ende.»
Wer es auf die Teilnehmerliste schafft, darf auf dem Schottensee ans Limit gehen: Vom Nordende her wird beschleunigt, auf 40 Kilometer pro Stunde, 60 oder mehr, bevor die Autos in eine kleine Gasse aus blauweissen Kegeln einfahren und an deren Ende einem Hindernis ausweichen müssen. Passieren könne da nichts, versichert BMW-Sprecher Durrer: «Wir haben alle erdenklichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Bisher ist noch nie auch nur das Geringste vorgefallen.» Und sonst hätte man Ölbinder und Ölwannen sowie die Telefonnummer der Feuerwehr Davos griffbereit.
«Ein Brand würde den See vergiften»
Hans Fankhauser zweifelt, ob das bei einem Unfall etwas bringen würde. Dass die BMW-Kunden während rund sechs Wochen vor seinem zweiten Zuhause herumkurven, wäre halbwegs zu ertragen. Aber um den Schottensee macht sich Fankhauser ernsthafte Sorgen. «Der Schottensee ist ein Quellsee», sagt er, «das Wasser aus dem See speist direkt die Grundwasserfassung von Davos.» Fankhauser malt düster: Ein Unfall auf dem See, verbunden mit einem Fahrzeugbrand, der das Eis zum Schmelzen bringen würde – «das würde den ganzen See vergiften. Ich sehe einfach nicht ein, weshalb man ausgerechnet hier solche Kurse absolvieren muss.»
Im Januar 2010, nach zahlreichen Interventionen durch Fankhauser und die Umweltorganisationen, ordnete der damalige Bündner Baudirektor Stefan Engler an, dass Davos «für das nächste Jahr den Verzicht auf die Nutzung des Schottensees bzw. die Nutzung eines Alternativstandorts zu prüfen» habe. Zudem verfügte Engler, dass künftig nur noch an maximal 40 statt 55 Tagen gefahren werden dürfe und an Sonn- und Feiertagen Ruhe herrschen müsse auf dem Pass.
BMW beurteilt Alternativen gleich selber
Die alternativen Standorte wurden tatsächlich geprüft – wenn auch primär durch BMW selber. Davos habe «verschiedene alternative Standorte evaluiert und BMW diese Alternativen vorgeschlagen», sagt DDO-Chef Reto Branschi: «Die Machbarkeit dieser Standorte hat schliesslich BMW beurteilt.» Deren Fazit: Bei einem der drei in Frage kommenden Standorte hätte man wegen eines Bachs Aufschüttungen machen müssen. Der zweite – die Seewiese in Davos – ist während des WEF an Audi vermietet, ebenfalls für Autokurse. «Diese sensible Gegend kann deshalb nicht durch weitere Fahrtrainings belastet werden», sagt Branschi. Und der dritte Standort wurde von BMW von vornherein als zu klein betrachtet und gar nicht erst näher angeschaut. Damit blieb – wenig überraschend – als einziges in Frage kommendes Gebiet dasjenige, das BMW ohnehin bevorzugt: Flüelapass und Schottensee.
Dabei wird es vorläufig auch bleiben. Nachdem der damalige Bündner Baudirektor Stefan Engler in den vergangenen Jahren den Vertrag für die Nutzung der Strasse jeweils nur für eine Saison unterschrieben und vorgängig die Umweltorganisationen angehört hatte, unterschrieb er im Dezember 2010 – unmittelbar vor seinem Rücktritt als Regierungsrat – eine drei Jahre gültige Vereinbarung. Es habe «keinen Grund und auch keine Verpflichtung für den Kanton» gegeben, die Gegner der Fahrtrainings vorher anzuhören, erklärt er.
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© BeobachterNatur Ausgabe 5 vom 03. Mär 2011 - Alle Rechte vorbehalten