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SOS Beobachter
SOS Beobachter Weihnachtsaktion 1999
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Es war kurz nach vier Uhr morgens, als die junge Familie aus dem Schlaf schreckte. «Eine riesige Lawine rollte direkt auf unser Haus zu», erinnert sich Maria Lüscher. «Wir zitterten um unser Leben – und vor allem um das unserer Kinder. Gott sei Dank ist uns allen nichts passiert.»
Lawinenwinter 1999. Glück im Unglück für Thomas und Maria Lüscher und ihre beiden Kinder Tamara, 13, und Marcel, 11. Sie bewohnen ein abgelegenes, einfaches Haus in den Glarner Bergen. Die Lawine richtete beträchtlichen Schaden an; nur das Wohnhaus blieb wie durch ein Wunder verschont.
«Das war eine schlimme Zeit», erzählt Maria Lüscher. Die Familie musste sofort ihr «Heimet» verlassen und – nur mit dem Allernötigsten im Gepäck – für drei Wochen in eine kleine, sichere Wohnung ziehen. Die Ziegenherde und die Hühner wurden notgeschlachtet. Und so bescheiden die Familie auch lebte: Es entstanden Kosten, die keine Versicherung deckte.
«Wir waren wirklich ratlos», sagt Maria Lüscher. «Ich fragte mich damals: Wie viel muss der Mensch eigentlich verkraften? Aber dann schaute ich unsere zwei Kinder an. Sie haben keine modernen Kleider zum Anziehen, können keine Ferienreise machen, müssen viel zurückstehen – und dennoch hören wir von Tamara und Marcel nie ein Wort der Klage.»
Ein Fall für SOS Beobachter. Wo keine Versicherung, keine Sozialbehörde, keine Organisation mehr hilft, kann oft unsere Stiftung einspringen – mit gezielter, unbürokratischer Hilfe. In akuten sozialen Notsituationen, bei dringenden Sanierungen im Berggebiet, als Ausbildungsbeihilfe für einkommensschwache Familien, in wichtigen Rechtsfällen. Oder auch nach einem Lawinenwinter wie im Februar 1999. «Wir möchten nichts geschenkt», erklären Maria und Thomas Lüscher. «Aber wir wären froh, wenn Sie uns mit einer Uberbrückung helfen könnten.»
Dass dies möglich ist, verdanken wir letztlich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser. Dank Ihrer Unterstützung kann SOS Beobachter vielen tausend Einzelpersonen und Familien aus schwierigen Situationen helfen.
Beobachter-Leser helfen Beobachter-Lesern: Diese Solidarität ist einzigartig – und für Not leidende Menschen in der Schweiz wie eine Lawine des Glücks.
Hoffentlich auch in diesem Winter. Beobachter-Redaktorin Ursula Binggeli kämpft seit Jahren gegen die beschämend grosse Armut in der reichen Schweiz – als engagierte Journalistin, aber auch als Stiftungsrätin von SOS Beobachter. Und sie ist überzeugt: «Rasche, gezielte Hilfe ist heute in vielen Bereichen notwendiger denn je.»
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© Beobachter Ausgabe 23 vom 12. Nov 1999 - Alle Rechte vorbehalten

