SOS Beobachter

Wir wollen Ihr Geld – aber nicht für uns

Text:
  • Fredi Lüthin
Ausgabe:
24/01

Über die diesjährige Weihnachtsaktion von SOS Beobachter.

Der Beobachter ist mehr als eine Zeitschrift. Und seine Leserinnen und Leser sind mehr als nur Leserinnen und Leser. Nehmen wir zum Beispiel Sie, die Sie gerade jetzt diese Worte lesen. Würde es Ihnen je einfallen, irgendeiner Zeitschrift freiwillig Geld zu schicken? Beim Beobachter aber tun Sie es (hoffentlich!) – und mit Ihnen Zehntausende anderer Leserinnen und Leser auch. Jedes Jahr fliessen so rund drei Millionen Franken an unsere Stiftung SOS Beobachter.

 

Jetzt wünschen wir uns erneut Geld von Ihnen. Nicht für uns, sondern für hilfsbedürftige Menschen hier in der Schweiz. Genau dafür ist SOS Beobachter da. Und die Hilfe ist bitter nötig.

 

Thomas Schneider, Leiter der Koordinationsstelle von SOS Beobachter: «Nach wie vor hat unser Sozialsystem Lücken, und dadurch geraten immer wieder Menschen unverschuldet in grosse Not.» Nun werden Sie vielleicht sagen: Moment! Überall in der Welt brennt es, Millionen kämpfen ums nackte Überleben – und der Beobachter sammelt für Menschen in der reichen Schweiz?

 

Sicher, wir leben im Erstklassabteil der Erde. Niemand muss hier verhungern. Und trotzdem arbeitet über eine halbe Million Menschen für einen Lohn von unter 3000 Franken. Das reicht nicht für ein anständiges Leben – besonders wenn Kinder da sind. Thomas Schneider von SOS Beobachter sagt: «Ausgerechnet bei Menschen mit tiefen Löhnen stelle ich fest, dass sich in vielen Fällen das Einkommen weiter nach unten bewegt.»

 

Ein anständiges Leben führen heisst für mich, dass das Geld für ein bisschen mehr reichen muss als fürs Essen. Zum Beispiel für den Kauf eines billigen Occasionsfahrrads. Man glaubt es kaum, aber im Fall eines geistig leicht behinderten Mannes, dessen grösste Freude das Velofahren ist, brauchte es dazu die Hilfe von SOS Beobachter.

 

Über 2500 Mal hat unsere Stiftung letztes Jahr Menschen in der Schweiz wieder neue Hoffnung geschenkt. «Dank Ihrer tollen Hilfe kann ich wieder lachen», schrieb uns eine junge Frau. Das ist das schönste Kompliment, das man bekommen kann. Lesen Sie unsere Titelgeschichte.

 

Helfen Sie uns helfen. Ich bin sicher, dass wir auch dieses Jahr wieder drei Millionen Franken zusammenbringen – schliesslich haben wir ganz besondere Leserinnen und Leser. Zum Beispiel Sie.

 

© Beobachter Ausgabe 24 vom 23. Nov 2001 - Alle Rechte vorbehalten

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