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Manuela und Florian Wirz
«Darauf waren wir nicht vorbereitet»
Das Ehepaar ist bei der Betreuung seiner Drillinge auf externe Hilfe angewiesen – SOS Beobachter beteiligte sich an den Kosten.
Nur einmal auf 7000 Geburten kommen bei natürlicher Zeugung Drillinge zur Welt. «Wir wünschten uns sehr, Eltern zu werden», sagen Manuela und Florian Wirz. «Doch auf Drillinge waren wir nicht vorbereitet.» Natürlich entschädige es für vieles, «wenn Elia, Julian und Stella übers ganze Gesicht strahlen», ergänzt der Vater. «Drei aufs Mal kosten aber viel Geld und noch mehr Kraft und Zeit.»
Umso mehr enttäuschen ihn oft die Reaktionen seiner Mitmenschen: «Die wenigsten zeigen sich kinder- und familienfreundlich – etwas mehr Hilfe und Unterstützung würde gut tun.»
Zumal schon die Schwangerschaft sehr belastend war. Sechs Wochen musste Manuela Wirz im Spital verbringen, weil sie völlig erschöpft war. Ausserdem deformierte die Schwangerschaft ihr Becken sowie die untere Wirbelsäule, weshalb sie die Kleinen nicht aus dem Bett heben oder in den Armen tragen kann. Gleichwohl überwiege das Schöne, sagt sie spontan: «Es ist ein Geschenk, zu beobachten, wie prächtig sich die drei entwickeln. Und zu entdecken, wie verschieden sie bereits sind.»
Verärgert ist sie hingegen über die Krankenkasse Assura: Diese wollte unter keinen Umständen die Kosten für die externen Betreuungspersonen übernehmen, die Manuela Wirz wegen der gesundheitlichen Folgen ihrer Schwangerschaft benötigt. Und der Lohn ihres Mannes, der als Krankenpfleger arbeitet, wird gänzlich vom sprunghaft gestiegenen Aufwand für den Lebensunterhalt beansprucht.
Zusammen mit anderen Institutionen hat sich SOS Beobachter an den Aufwendungen für eine Säuglingsschwester beteiligt. Was den Eltern jetzt noch fehlt, ist etwas Zeit für sich als Paar. «Davon müssen wir jetzt bloss noch die Kleinen überzeugen», meinen sie schmunzelnd.
© Beobachter Ausgabe 24 vom 25. Nov 2004 - Alle Rechte vorbehalten

