SOS Beobachter

Ehrliche Finder

Text:
  • Walter Noser
Ausgabe:
17/02

Beinahe wären 8300 Franken im Müll gelandet, nun sind sie auf dem Konto vom SOS Beobachter.

Bei der Räumung einer Wohnung fand ein Angestellter 8300 Franken und gab das Geld seinem Chef. Dieser überbrachte es der Stiftung SOS Beobachter. Die Stiftung, die jährlich über 2500 Menschen in Not hilft, finanziert sich nicht nur durch Spenden, sondern oft auch durch Legate und Erbschaften. Eine solche Erbschaft war auch die Eigentumswohnung, die ein allein stehender Mann der Stiftung SOS Beobachter vermachte.

 

Mit der Räumung der Wohnung wurde die Firma Brockiland in Zürich beauftragt. Die noch brauchbaren Möbel wurden eingepackt, die anderen fortgeschafft. Fast wären auch 8300 Franken entsorgt worden, denn dieses Geld lag gut versteckt hinter einem Büchergestell. Hand aufs Herz – wer würde sich nicht kurz überlegen, was er mit einem Bündel Banknoten alles machen könnte, wenn es unverhofft vor seinen Füssen liegt?

 

Brockiland-Angestellter Nino M. Favazzi zögerte keinen Moment: Er gab das Geld seinem Chef Oliver Gayk, und dieser überreichte es SOS Beobachter. Der Beobachter wollte sich bei den ehrlichen Findern erkenntlich zeigen – erst recht, weil das Brockiland Benachteiligte und Arbeitslose beschäftigt. Doch selbst ihren Finderlohn spendeten sie SOS Beobachter – im Wissen, dass jeder Franken hilfsbedürftigen Menschen zugute kommt.

 

Auch dank diesem Fund hat die diesjährige Sommeraktion von SOS Beobachter (Postkonto 80-70-2) bereits 652'000 Franken eingebracht – das ist neuer Rekord.

 

© Beobachter Ausgabe 17 vom 23. Aug 2002 - Alle Rechte vorbehalten

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    Die Stiftung SOS Beobachter hilft in der Schweiz wohnhaften Menschen, die in Not geraten sind.

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