Wie SOS-Beobachter arbeitet
Die Stiftung SOS Beobachter unterstützt in der Schweiz wohnhafte Familien und Einzelpersonen in Notsituationen:
- bei Krankheit, Unfall oder Behinderung, wenn die Kosten nicht durch Sozialversicherungen gedeckt sind;
- in Form von Rechtshilfe, falls berechtigte Interessen juristisch durchgesetzt werden müssen und die Betroffenen die nötigen Mittel nicht aufbringen können;
- durch Finanzierungsbeiträge an Aus- oder Weiterbildung, sofern sich dadurch die wirtschaftliche Lage nachhaltig verbessern lässt;
- Landwirtschafts-, Gewerbe- und Familienbetriebe in existenzieller Not, falls mit einer Unterstützung eine nachhaltige Sanierung erreicht werden kann.
Die Fälle, in denen die Stiftung SOS Beobachter Hilfe leistet, werden sehr sorgfältig ausgewählt und abgeklärt. Der Einsatz der Spendengelder erfolgt ohne jeglichen Abzug von Verwaltungskosten.
Warum braucht es die Stiftung SOS Beobachter?
Viele Menschen in der Schweiz können die Franken drehen und die Rappen spalten wie sie wollen - es reicht kaum fürs Nötigste: Wohnung, Haushalt, Kleider, Essen, Versicherungen, Arzt. Für Weiterbildung oder bescheidene Ferien bleibt sowieso nichts übrig. Leidtragende der prekären finanziellen Verhältnisse ihrer Eltern sind oft Kinder und Jugendliche. Am stärksten trifft die Armut Alleinerziehende. Aber auch Arbeitslose, Rentner und Behinderte haben mit immer härteren Rahmenbedingungen zu kämpfen.
Beispiele der Hilfe durch SOS Beobachter:
Ein junger Mann hat aufgrund seiner leichten geistigen Behinderung kaum eine Chance, seine halbe IV-Rente durch einen Nebenerwerb aufzubessern. Er ist deshalb auf Fürsorgeleistungen angewiesen. Seine grösste Freude ist das Velofahren. Nun reicht das Geld trotz aller Sparsamkeit nicht, um das ausrangierte Fahrrad zu ersetzen.
SOS Beobachter übernimmt die Kosten für ein Occasionsvelo.
Seit der Trennung von ihrem Ehemann versucht die junge Mutter eines dreijährigen Sohnes, auf eigenen Füssen zu stehen. Ohne Ausbildung sind ihre Chancen auf eine existenzsichernde Arbeit jedoch gering. Die Berufsberatung rät ihr zum Besuch einer höheren Handelsschule mit KV-Abschluss. Das Talent und die guten Noten sind vorhanden. Doch wie finanziert sie die teure Ausbildung.
SOS Beobachter leistet einen Beitrag ans Schulgeld fürs erste Jahr.
Zu Hause gar nichts zu lachen hat ein elfjähriger Schüler, dessen Bruder behindert ist. Die Behinderung zeigt sich unter anderem in schweren aggressiven Schüben, die sich meistens gegen den kleinen Bruder richten. Vor allem in den langen Sommerferien bekommt der Elfjährige die schwierige Situation zu spüren. Ein zweiwöchiges Zeltlager mit Gleichaltrigen würde für Abhilfe sorgen, liegt aber angesichts des knappen Familienbudgets nicht drin.
SOS Beobachter übernimmt die Kosten für das Zeltlager.
Danksagungen
Wie viel Dankbarkeit und Erleichterung Ihre Spende bewirken kann, zeigen die folgenden Reaktionen:
«Jans Entwicklung zu einem normalen Leben ist noch nicht beendet, aber viele wichtige Schritte sind getan. Wir wagen nicht daran zu denken, wo wir heute ohne Ihre Hilfe stehen würden.»
«Ich habe in der Zwischenzeit die Taxiprüfung erfolgreich bestanden. Dank Ihrer Unterstützung habe ich nun wieder berufliche Perspektiven.»
«Ihre Hilfe hat sich als sehr wertvoll erwiesen, weil ich mich nach langen Jahren wieder einmal mit meinen Kindern erholen konnte.»
«Leider sind die Finanzen für den nötigen Heimaufenthalt sehr knapp berechnet: Ohne Ihre Unterstützung könnte ich mir gar nichts mehr leisten.»
«Danke Ihrer Spende war es mir möglich, eine Haushalthilfe zu beanspruchen - herzlichen Dank. In der Zwischenzeit geht es mir gesundheitlich wieder deutlich besser.»
«Ich freue mich sehr, dass ich dank Ihrer Unterstützung wieder in meiner eigenen kleinen Wohnung leben kann.»
Häufig gehörte Einwände
«Es gibt genug Sozialversicherungen; der Staat soll helfen.»
Unsere Antwort: Der Staat kann nicht alles übernehmen, und die Versicherungsleistungen sind oft zu klein. In der Schweiz gibt es 700'000 Menschen, deren Lebensbedingungen dauerhaft erschwert sind; gegen 250'000 Kinder wachsen in mittellosen Verhältnissen auf. Ein zusätzlicher Schicksalsschlag drängt viele behinderte, allein stehende, arbeitslose oder ausgesteuerte Mitmenschen an den Rand der Gesellschaft.
«Es sind doch immer die Falschen, denen geholfen wird.»
Unsere Antwort: Jedes Hilfegesuch wird genau geprüft. Rückfragen an neutrale Gewährsleute sind die Regel, der Datenschutz ist in jedem Fall gewahrt. Die Stiftung untersteht der Aufsicht des Bundes und wird von einer unabhängigen Revisionsgesellschaft kontrolliert.
«Eine Spende ist nur der Tropfen auf den heissen Stein.»
Unsere Antwort: Für eine Familie mit einem krebskranken Kind oder eine Mutter im Rollstuhl ist ein Ferienaufenthalt nicht nur ein kurzer Lichtstrahl, er bringt nachhaltig Licht ins Dunkel. Zudem spannt SOS Beobachter in vielen Fällen mit anderen Hilfswerken zusammen, so dass auch längere Krisen wirkungsvoll überbrückt werden können.
«Meine Spende wird ohnehin von Spesen aufgefressen.»
Unsere Antwort: Jeder für SOS Beobachter gespendete Franken wird ohne Abzug an hilfsbedürftige Mitmenschen weitergegeben, das heisst: Jeder Spendefranken ist zu 100 Prozent ein Hilfsfranken. Dies ist möglich, weil der Beobachter alle administrativen Kosten der Stiftung selber trägt.



Prinzip Hoffnung
30 Jahre SOS Beobachter: Wie Leserinnen und Leser Bedürftigen helfen.