Stichwort
Asylbewerber
Asylbewerber, bzw. Asylsuchende, sind Personen, die in einem fremden Land um Aufnahme ersuchen, da sie verfolgt werden, in ihrem Herkunftsland nicht mehr leben können oder weil sie aus wirtschaftlichen Gründen flüchten mussten. Wenn Antragssteller um Asyl ersuchen, prüft das angesprochene Land in einem Asylverfahren, ob es sich um Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention handelt und ob Abschiebungshindernisse wie Gefahren für Leib und Leben, Gefahr der Folter, drohende Todesstrafe oder ähnlich vorliegen.
Asylverfahren
Dossiers bleiben zu lange liegen
Durchschnittlich dauern Asylverfahren in der Schweiz vier Jahre, erst nach 166 Tagen wird ein Asylbewerber gefragt, weshalb er gekommen ist.
Peter Arbenz zum Asylwesen
«Wenn jemand Schutz sucht, soll er sich korrekt benehmen»
Der ehemalige Flüchtlingsdelegierte Peter Arbenz über kriminelle Asylbewerber, durch Sparrunden geschwächte Behörden und Widerstände in der Bevölkerung.
Empfang von Asylbewerbern
Grossandrang schafft Probleme
In einem der fünf Empfangszentren bleiben Asylbewerber maximal 60 Tage, bis sie in ein kantonales Durchgangsheim verlegt werden.
Unterbringung von Asylbewerbern
Es fehlen klare Regeln
Die Unterbringung von Asylbewerbern wird vom Bund durch eine Kopfpauschale an die Kantone vergütet. Was mit dem Geld ausgerichtet wird, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich.
Asylwesen
Hat die Asylpolitik versagt?
Seit mehr als drei Jahrzehnten kreist die Schweizer Asylpolitik um dieselben Probleme. Gefragt sind neue Ansätze.
Rückführungen im Asylwesen
Nur ein Drittel reist freiwillig aus
Bei einem negativen Asylentscheid müssen die Asylbewerber wieder ausreisen. Bis dies geschieht, dauert es im Schnitt 500 Tage.
Asylzentren
Ganz ohne Knatsch - Zug zeigt, wies geht
«Das sollen andere machen» – geht es um das Erstellen von Asylunterkünften, gibt man die Aufgabe gern ab. Nicht so in Zug: Hier spannen lokale Gewerbler mit den Behörden zusammen.
Mathew Awolola
Zukunft
«Ich möchte eine Lehre machen, aber ich kann nicht. Ich hoffe immer noch auf ein Wunder.» Mathew über die Zukunft.
Ärzte zu Ausschaffungen
«Level IV ist nicht vertretbar»
Bei einer Level-IV-Ausschaffung gab es schon einen Todesfall. Ärztekreise kritisieren nun dieses Praxis als «ethisch-medizinisch» nicht tolerierbar.
Asylverfahren
Wo Asylgesuche schlummern
Die Dossiers liegen Monate herum, ohne dass etwas passiert: Asylverfahren dauern in der Schweiz sehr lange. Der Vergleich mit anderen Ländern soll zeigen, wie es schneller geht.
Anne-Marie Eberhard, Fachreferentin Asyl
«Wir können hier nicht die Welt retten»
Anne-Marie Eberhard entscheidet in Bern darüber, ob Flüchtlinge in der Schweiz Asyl erhalten oder nicht.
Flüchtlingskinder
Geboren ohne Heimat
Sie wachsen auf in einer Welt, die nicht für sie gedacht ist: Hunderte Kinder von abgewiesenen Asylbewerbern leben in Schweizer Nothilfezentren. Ein Leben voller Ungewissheiten.
Ausschaffungsinitiative
Ausweisung oder Bleiberecht?
Sollen kriminell gewordene Ausländer das Land prinzipiell verlassen müssen? Was Ausschaffungsinitiative und Gegenvorschlag bewirken würden – und was nicht.
Flüchtlinge
Das zweite Leben
Baskaran Sinnathurai, der in Sri Lanka knapp der Ermordung entging, hat in der Schweiz sein Paradies gefunden.
Sozialhilfe verweigert
Eine Familie im Niemandsland
Die Omars zügeln von einem Aargauer Dorf ins andere. Doch dort will man sie nicht. Und verweigert ihnen die Sozialhilfe – obwohl das gegen Schweizer Recht verstösst.
Valzeina
Die Polizei bricht das Gesetz
Nothilfe steht allen zu. Doch die Bündner Behörden entziehen abgewiesenen Asylbewerbern dieses Grundrecht.
Asylbewerber
Die grosse Leere in den Bergen
Im «Flüeli» in Valzeina begraben abgewiesene Asylbewerber ihre Träume vom Leben in Europa. Das Bündner Ausschaffungszentrum macht die Grenzen von Asylwesen und Gastfreundschaft deutlich.
Augenzeuge Fernand Melgar
«Wir lassen nicht locker»
Erst filmte Fernand Melgar den Iraker Fahad Khammas bloss für seinen aktuellen Kinofilm – nun kämpft der Lausanner Regisseur um das Leben des jungen Asylsuchenden.
Aufenthaltsbewilligung
Ohne Pass keine Chance
Zuwanderer, deren Asylgesuch abgelehnt wurde, erhalten vereinzelt doch eine Aufenthaltsbewilligung – wenn sie als sogenannter Härtefall anerkannt werden. Je nach Ort ist das fast unmöglich: die Geschichte der Kongolesin Meggiy Pombolo, die es in den falschen Kanton verschlug.
Asylbewerber
Kein Recht auf Sozialhilfe?
Frage: Ein Freund von mir ist abgewiesener Asylbewerber und bekommt keine Sozialhilfe. In der Verfassung heisst es aber: «Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch (...) auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind.» Wird dieses Recht da nicht verletzt?
Asylsuchende
Den Notgroschen kassiert der Staat
Zehn Lohnprozente müssen Asylsuchende für anfallende Kosten abgeben. Überschüsse wurden bislang ausbezahlt, oft als Starthilfe für Heimkehrer. Doch damit ist Schluss: Der Bund behält das Geld.
Asylpolitik
«Es gibt keinen Platz für mich auf dieser Welt»
Viele Asylsuchende erhalten schon heute keine Sozialhilfe mehr, sondern nur noch Nothilfe. Dies obwohl das verschärfte Asylgesetz erst 2008 in Kraft tritt. Die (un)menschlichen Aspekte eines politischen Entscheids anhand der Lebensgeschichte eines jungen Äthiopiers.
aktualisiert am 04.04.2011Ausländer
Wo der Stammtisch auf dem Holzweg ist
Beim Thema Migration gehen in der öffentlichen Diskussion die Wogen hoch. Und es werden frisch von der Leber weg Behauptungen in die Welt gesetzt. Die zehn häufigsten Irrtümer, denen Stammtischler aufsitzen.
Das neue Urteil
Schutz in der Schweiz gefunden
Die Asylrekurskommission hiess ein Gesuch einer Äthiopierin gut, da sie zwangsverheiratet, misshandelt und vergewaltigt wurde.
Ausländerrecht
Wer sind Sans-Papiers?
Frage: Im Freundeskreis diskutierten wir darüber, wer die Sans-Papiers sind, warum man sie so nennt und welche Rechte sie haben. Es gab die unterschiedlichsten Meinungen. Können Sie uns Näheres zu diesem Thema sagen?
























aktualisiert am 27.04.2012Standpunkt zum Thema Zuwanderung
Die Angst vor der Zuwanderungsdebatte
Mit ihrer Äusserung «es hat zu viele Deutsche» provozierte die SVP-Politikerin Natalie Rickli einen medialen Sturm. Das sagt einiges über den Umgang mit dem Thema aus.