Stichwort
Nachhaltigkeit
Lebensmittel
Das Wegwerf-System
Alle tun es: Bauern, Detailhändler und Konsumenten werfen tonnenweise einwandfreie Esswaren in den Müll. Ein Wahnsinn, der Milliarden kostet – und letztlich auch Menschenleben.
aktualisiert am 29.12.2011Klimawandel
Die wahre Krise
Alle Welt bangt um die Wirtschaft. Das lenkt von der Klimaerwärmung ab, die das gravierendere Problem ist. Doch wir müssen nicht auf politische Entscheide warten, sondern können selbst etwas gegen den CO2-Ausstoss tun.
Lebensmittel-Abfälle
Ein gefundenes Fressen
Lea ernährt sich von dem, was sie auf nächtlichen Streifzügen in den Abfallcontainern der Grossverteiler findet. Das ist legal, aber kaum akzeptiert.
Wohnen
Die Stadt wird lebenswert
Kleine Wohnungen an zentraler Lage und eine grosse Allmende: Ein Besuch im Jahr 2015 zeigt, dass ein ökologischer Lebensstil nicht mit Verzicht verbunden sein muss.
Zersiedelung
Dem «Landfrass» die Nahrung nehmen
Wie schützen wir die Landschaft vor der Zersiedelung? Beginnt jetzt das Zeitalter der Hochhäuser und Hightechstädte? Vier Experten geben Auskunft.
aktualisiert am 02.12.2011UNO-Klimakonferenz
Die Fronten sind verhärtet
In der ersten Verhandlungswoche der UNO-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban erzielten die Delegierten aus über 190 Ländern kaum Fortschritte.
Weltbevölkerung
«Es gibt keinen Grund, pessimistisch zu sein»
Fred Pearce hat die Wachstumsprognosen der UNO analysiert und wirft der Organisation vor, zu hohe Zahlen zu verbreiten. Bedrohlicher als das Wachstum der Weltbevölkerung sei der Verschleiss von Ressourcen.
Bildung
Das grünste Klassenzimmer
Auf der Insel Bali wird eine Generation ökologisch bewusster Vordenker ausgebildet, darunter auch Schweizer Kinder.
Weltbevölkerung
7 Milliarden Menschen
Nach Uno-Schätzungen leben sieben Milliarden Mensch auf der Welt. Wichtiger als die Bevölkerungszahl ist jedoch der Ressourcenverbrauch pro Kopf. Für die Schweiz liegt dieser Wert viel zu hoch.
Ökologie
«Das grüne Skigebiet – das wäre doch ein Hit!»
Der Bündner Wirtschaftsgeograph und Tourismusexperte Stefan Forster versteht nicht, wieso Schweizer Skiorte nicht konsequenter auf umweltfreundlichen Tourismus setzen.
Skigebiete
Baggern oder beten
Wenig Schnee, hohe Betriebskosten, wirtschaftliche Turbulenzen – für viele Skigebiete wirds schwierig. Sie stehen vor der Schicksalsfrage: gross werden oder untergehen?
Energetische Sanierung
So sparen Mieter Energie
Zwei Wege können Mieter gehen, um ihren Energieaufwand zu reduzieren: indem sie beim Vermieter energetische Sanierungen anregen, und indem sie selbst Energie bewusst verwenden.
Energieverbrauch
Minergie heisst Fortschritt
Wer sein Haus nach dem Minergieprinzip baut oder umbaut, zahlt zwar etwas mehr. Dafür sinken die Energiekosten, der Wohnkomfort steigt, und das Haus gewinnt an Wert.
Ökologie
Eine neue Heizung spart mehr, als sie kostet
Ökologisch spricht vieles dafür, beim Heizen von Öl oder Gas auf erneuerbare Energien zu wechseln. Aber auch in Sachen Kosten liegen diese vorn.
Haussanierung
Zuerst die Hülle, dann die Heizung
Ein Haus energetisch zu erneuern ist ein komplexes Vorhaben. Damit der Bauherr sich am Schluss freut, sollte er den Ablauf mit Fachleuten detailliert planen.
Biodiversitäts-Strategie
Ein Plan für mehr Vielfalt
Die Schweiz hat kürzlich eine nationale Strategie vorgestellt, um den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen. Doch was bringt sie der Natur konkret?
Wahlen 2011
So grün sind die Kandidaten
Wer der Natur eine Stimme geben will, hat drei Möglichkeiten, sich über die Haltung der Kandidatinnen und Kandidaten zu informieren.
Beleuchtung
Es werde LED
Die neue LED-Technologie ist sparsam und öffnet den Weg zum variablen Lichtdesign. Was ist heute schon möglich – und was sinnvoll?
Baustoffe
Die Recycling-Villa
Ernesto Suter hat sein Haus zu einem grossen Teil mit gebrauchten Stoffen gefertigt und eingerichtet. Damit hält er unserer Wegwerfgesellschaft den Spiegel vor.
Qualitätsmöbel
Gut Ding hält ewig
Schlaue Kunden ziehen umweltfreundlich produzierte Qualitätsmöbel den Schnäppchen vor. Denn die Langlebigkeit der Produkte und die Herstellung unter fairen Bedingungen machen einen etwas höheren Preis allemal wett.
Ernährung
Gemüse für die Massen
Gut die Hälfte aller Mahlzeiten wird in der Schweiz ausser Haus gegessen. Die Kantinen bemühen sich, vermehrt fleischlose, saisonale und lokale Speisen anzubieten.
Heizungen
Sparsame Wärme
Umweltgerechte Heizsysteme sind nicht nur ökologisch sinnvoll. Sie kosten auch am wenigsten, wie eine saubere Vollkostenrechnung zeigt.
David Bosshart
«Wir leben in einem realen Disneyland»
Der Trendforscher und Chef des Gottlieb-Duttweiler-Instituts, David Bosshart, über Shoppen als Freizeitbeschäftigung und smarte Konsumenten.
Biotreibstoffe
Antrieb der Zukunft?
Mais im Tank statt auf dem Teller: Viele Energieträger, aus denen sich ein Benzinersatz herstellen lässt, bieten keine echte Alternative. Ihre Umweltbilanz ist oft miserabel – oder es kommt zu Versorgungsproblemen.
Rohstoffe
Unser täglich Öl
Benzin bewegt fast jedes Auto. Erdölbestandteile stecken aber auch in unzähligen Alltagsgegenständen. Was passiert, wenn die Quellen versiegen?
Ökonomie
Neue Lebensformen sind gefragt
Richard Gerster, 64, glaubt, dass die Erde auch neun oder zehn Milliarden Menschen ernähren kann – dass dazu aber politische und wirtschaftliche Veränderungen nötig sind.
Erdbevölkerung
Wie lässt sich das Wachstum meistern?
In wenigen Monaten bevölkern 7 Milliarden Menschen die Erde. Und schon 2050 wollen 9 Milliarden essen, wohnen und mobil sein. Wie kann die Weltgemeinschaft dieses Wachstum meistern, wenn bereits heute jeder Siebte Hunger leidet?
Ernährung
Die Bio-Illusion
Biologisch produzierte Lebensmittel sind gesünder und besser für die Umwelt, glauben die Konsumenten. Leider ist das nur zum Teil wahr.
Velo
Guter Rat für gute Räder
Chic, praktisch, flink, abgehoben, alltagstauglich, bezahlbar: Innovationen für die angebrochene Velosaison.
aktualisiert am 22.03.2011Weltwassertag 2011
Drohen Kriege um Wasser?
Fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser kann soziale Spannungen verschärfen und Länder instabil machen. Die Regierungen sollten deshalb das Thema Wasserversorgung gemeinsam lösen, fordern Experten anlässlich des heutigen UN-Weltwassertags.
Saatgut
Datenbank für seltene Sorten
Genug von 08/15-Gemüse im Garten? Dann lohnt sich ein Blick auf die Homepage von Pro Specie Rara.
Raumplanung
Neues Konzept soll die Landschaft retten
Mit dem neuen «Raumkonzept Schweiz» soll die Zersiedlung gestoppt und die Raumentwicklung besser koordiniert werden. Landschaftsschützer bezweifeln aber, dass das Papier viel bewegen wird.
Raumplanung
«Hochhäuser sind wieder cool»
Es wird viel gebaut. Aber oft ohne Plan. Architekt Roger Diener sieht deshalb den Charakter der Schweiz gefährdet. Trotzdem gibt er die Hoffnung nicht auf.
aktualisiert am 10.12.2010Klimawandel
«Wir entscheiden unser Schicksal hier und jetzt»
Die vorliegenden Reduktionsziele führen zu einer Erwärmung von 3 bis 3,4 Grad: Ökologe Andreas Fischlin mahnt eine gesellschaftliche Debatte darüber an, wie viel Klimawandel wir haben wollen.
aktualisiert am 08.12.2010Doris Leuthard
«Nichts tun schadet Umwelt und Menschen»
Mitsprache bedeute auch Mitverantwortung - Versprechen reichen nicht mehr: Mit welchen Worten sich Bundespräsidentin Doris Leuthard am 8. Dezember an die Teilnehmer der UNO-Klimakonferenz in Cancún wandte.
aktualisiert am 08.12.2010Labels
Konsumlabel soll Hunger in der Welt lindern
Den Hunger in der Welt halbieren: Das ist das Ziel des Vereins «Share for food». Über ein neues Label soll Geld für Hungerprojekte generiert werden.
aktualisiert am 24.11.2010Klimagipfel Cancún
Es braucht vor allem Bewegung
Bei den Klimaverhandlungen vom 29. November bis 10. Dezember in Cancún geht es um viel: Ohne Fortschritte sind die Klimaverhandlungen grundsätzlich in Frage gestellt.
aktualisiert am 27.10.2010Biodiversität
Konferenz droht zu scheitern
Derzeit findet in Japan die Internationale Biodiversitätskonferenz statt. Ob sich die über 190 Staaten zu griffigen Massnahmen gegen den Verlust der biologischen Vielfalt durchringen können, ist höchst ungewiss.
Label-Test
Nicht alle Biolabels sind top
Die Zahl der Lebensmittel-Labels nimmt laufend zu. Doch nur Labels, die umfassende Kriterien an die Nachhaltigkeit stellen, erhalten von der Stiftung für Konsumentenschutz, dem Schweizer Tierschutz STS und dem WWF das Prädikat «sehr empfehlenswert».
Ressourcenverbrauch
Die Menschheit verbraucht 1,5 Planeten
Die Weltbevölkerung verbraucht inzwischen eineinhalb Mal so viele Ressourcen, wie die Erde bieten kann. Das zeigt der aktuelle «Living Planet Report». Die Probleme spitzen sich weiter zu - und die Lösungen liegen auf der Hand.
Elektrofahrzeuge
Wofür die Stromer taugen
Ende Jahr sollen die ersten in Grossserie produzierten Elektrofahrzeuge im Schaufenster stehen. Doch wer zu den Pionieren gehören will, muss für einen Kleinwagen tief in die Tasche greifen.
Fischfang
Fisch-Label kämpft um guten Ruf
Wer nachhaltig gefangenen Lachs, Seehecht oder Zander kaufen möchte, achtet auf das Label des Marine Stewardship Council (MSC). Doch das Siegel steht derzeit massiv in der Kritik.
Saisonal Einkaufen
Wann sind Tomaten reif?
Fast 90 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer legen gemäss einer neuen WWF-Umfrage Wert auf saisongerechte Produkte. Das Problem: Nur eine Minderheit weiss, wann welches Gemüse oder welche Frucht Saison hat.
Melioration
Behördenbeschluss zerstört Artenvielfalt
Im Unterengadin soll eine der artenreichsten Landschaften der Schweiz melioriert werden – auf Kosten von Flora und Fauna. Ein Ortstermin im Orchideenparadies.
Umwelt
Natur im Würgegriff
Die Schweiz schützt ihre Landschaften, Pflanzen- und Tierarten bloss auf dem Papier. In der Realität kommt die Umwelt regelmässig unter die Räder. Die Natur – eine Ressource, deren Wert verkannt wird.
Klaus Ewald im Interview
Wie die Landschaft eintönig wurde
Wenn der Mensch seine Bedürfnisse nicht zurückschraubt, wird die Schweizer Landschaft noch eintöniger, als wir sie schon gemacht haben, warnt Experte Klaus Ewald.
Ökologie
Grenzen der Belastbarkeit
Erstmals untersuchten Forscher, wie stark die Erde langfristig strapaziert werden kann. Die Studie kommt zu erstaunlichen Resultaten – und zeigt, dass sich konsequentes Handeln lohnt.
Artenvielfalt
Globale Ziele werden nicht erreicht
Das rasante Artensterben schreitet ungebremst fort - alle Ökosysteme sind betroffen. Die Politik unternehme bei Weitem zu wenig, kritisieren Experten.
Benedikt Loderer
«Der wahre Naturschützer ist der Stubenhocker»
Der Architekturkritiker Benedikt Loderer wettert mit Nachdruck gegen Bauboom und Einfamilienhausbesitzer – und findet das Naturverständnis der Grünen sentimental.
Baumwolle
Die Masse macht den Unterschied
Mit der Better-Cotton-Initiative wollen Industrie und Umweltschützer weltweit einen neuen Standard für nachhaltigen Baumwollanbau einführen.
Umweltbildung
Grün sein macht Schule
Die meisten Jugendlichen finden Umweltschutz wichtig und möchten etwas für den Erhalt der Natur tun. Das zeigt eine Umfrage von BeobachterNatur. Doch damit aus guten Absichten auch Taten werden, sind engagierte Lehrer und vorbildliche Eltern gefragt.
McDonald's
Frittieröl lässt Big Macs rollen
Die Fastfoodkette McDonalds färbt ihr Logo grün ein und verblüfft Kritiker mit einem ausgefeilten Umweltmanagement. Das Hauptproblem, den Stromverbrauch, muss sie jedoch noch in den Griff bekommen.
Tourismus
Schweizer Hilfsprojekt bedroht Python-Paradies
Mit Schweizer Steuergeldern wird auf der indonesischen Insel Flores ein Tourismusprojekt realisiert. Es soll der Bevölkerung ein Einkommen bieten und bezieht auch eine Pythonhöhle mit ein. Experten warnen: Wird die Höhle erschlossen, bedeutet dies das Aus für die Schlangen.
CO2-Emissionshandel
So wird Klimaschutz zum Geschäft
Umweltsünder bessern sich erst, wenn sich ökologisches Verhalten auch auszahlt. Deshalb soll der CO2-Emissionshandel helfen, unser Klima zu retten. Wie funktioniert dieses neuartige Geschäft – und läuft es überhaupt? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Klimafreundlich kochen im Februar und März
Die köstlichen Früchte des vergangenen Jahres
Wer saisonal und regional einkaufen will, hat im Winter die kleinste Auswahl. Dennoch gibt es mehr als genug Salate, Gemüse und Früchte, um so richtig schlemmen zu können.
Tourismus
Zu viele Labels werben für die sanfte Tour
Rund 70 Labels zeichnen derzeit weltweit «grüne» Angebote im Tourismus aus. Ein verwirrender Wildwuchs. Jetzt reagiert die Branche. Sie will die Qualitätskriterien vereinheitlichen und Ordnung schaffen.
Bertrand Piccard
«Es braucht ein elftes Gebot»
Das Prinzip der Nachhaltigkeit muss heute als elftes Gebot gelten, sagt der Luftfahrtpionier Bertrand Piccard. Sonst werde nicht nur die Umwelt, sondern auch die Wirtschaft zerstört.
Klimaforschung
Das globale Netzwerk
An der Uno-Weltklimakonferenz in Kopenhagen diskutieren im Dezember Politiker aus der ganzen Welt, wie der Klimawandel zu stoppen ist. Die Grundlagen dafür liefern Forscher aus allen Kontinenten mit ihrer mitunter skurril anmutenden und schweisstreibenden Arbeit.
Peter Stamm
«Ich war schon grün, bevor es die Grünen gegeben hat»
Peter Stamm zählt zu den bekanntesten Schweizer Autoren; seine Romane wurden bis heute in 24 Sprachen übersetzt. Weniger bekannt ist aber, dass Stamm auch ein Naturfreund ist – und sich «bei allen Wahlen» als Kandidat aufstellen lässt.
Augenzeuge
«Wir stehen am Scheideweg»
In den USA ist Martin Vosseler schon zu Fuss von West nach Ost gegangen, und auch nach Bethlehem ist der 61-Jährige marschiert. Nun wandert er rund um die Schweiz und durchquert das Land sowohl der Länge als auch der Breite nach – alles zugunsten der Sonnenenergie.
Werkstoffe
Auf dem Holzweg?
Heimwerker schätzen Holz als vielseitiges Material. Wer alles richtig macht, nützt seinem Werk und dem Rohstoff. Als Regeln gelten: das richtige Holz auswählen, auf Chemikalien verzichten und Holz aus Raubbau nicht einmal anfassen.
Ökolabels für Heimwerker
Orientierung für Nachhaltigkeit
Im globalisierten Markt für Heimwerkerprodukte wird es immer schwieriger, die Ware nach ökologischen und sozialen Kriterien zu prüfen. Eine Reihe von Labels schaffen Abhilfe und dienen dem engagierten Heimwerker als Leitschnur.
Schweizer Markt
Bio, c'est chic
Nirgendwo werden so viele «grüne» Textilien verkauft wie in der Schweiz. Und das Angebot wächst.
Myclimate
Viel Geld fürs gute Gewissen
Myclimate offeriert ein Gegengeschäft: Freiwillige Abgaben kompensieren in Freizeit und Produktion erzeugte CO2-Emissionen. Das Angebot der Schweizer Umweltschutzorganisation kommt an. Myclimate hat zurzeit mehr Mittel in der Kasse, als in Projekte investiert werden können.
Biobaumwolle
Der tägliche Kampf ums weisse Gold
Seit Jahren fördern die Hilfswerke Helvetas und Swissaid sowie die Stiftung bioRe Biobaumwollfarmer in Tansania, Mali und Indien. Dank der Schweizer Hilfe hat sich die Lage vieler Bauern verbessert – doch sinkende Baumwollpreise bedrohen die Projekte.
Verkehr
Spazierfahrt ins Chaos
Schon heute legen wir die Hälfte aller Wege in der Freizeit zurück. Und der Anteil des Freizeitverkehrs steigt. Die wachsende Verkehrsflut führt zum Kollaps – wenn niemand das Tempo drosselt.
Umweltbewusstsein
Wir handeln «grün», wo es am bequemsten ist
Ein sorgfältiger Umgang mit der Umwelt steht bei Schweizerinnen und Schweizern hoch im Kurs. Der Weg von der Theorie zur Praxis ist aber für viele beschwerlich – vor allem dann, wenn ökologisches Handeln unseren Lebensstil beeinträchtigt.
Öko-Aussteiger
Harte Landung auf dem Boden der Realität
Hippies, Gesellschaftskritiker, Idealisten: Nach 1968 zogen sie aufs Land, gründeten Öko-Kommunen und träumten vom freien Bauernleben. Heute bestehen nur noch wenige dieser Gemeinschaften – und kaum eine kann ohne staatliche und private Hilfe überleben.
Trinkwasser
Wo grünes Wasser fliesst
900 Millionen Liter Mineralwasser konsumiert die Schweizer Bevölkerung jährlich. Dabei ist gewöhnliches Leitungswasser mindestens ebenso gut – in der Ökobilanz aber 1000-mal besser.
CO2-Fussabdruck
«Man kann nicht sagen: Bitte verdient weniger!»
Öfter mal eine Massage statt neue Turnschuhe aus China: Was der Klimaökonom Edgar Hertwich vorschlägt, um den Klimakollaps zu verhindern.
Fischfang
Soll heute Fisch auf den Tisch?
Der Konsum von Fisch und Meerestieren nimmt in der Schweiz stetig zu. Doch erst ein geringer Teil der Seafood-Produkte stammt aus nachhaltigem Fang. Etwas besser sieht die Situation bei den Fischen aus Bio-Zucht aus.
CO2-Bilanz
Gutes liegt nicht immer nah
Zucker aus Paraguay schadet dem Klima weniger als der hiesige – trotz Überseetransport. Neue Erkenntnisse erschüttern unser grünes Gewissen.
Meeressäuger
Whale-Watching wäre lukrativer als Walfang
Wal-Beobachtungstouren bringen höhere finanzielle Gewinne als die Jagd auf die Meeressäuger. Trotzdem will Island die Fangquote weiter erhöhen, und Japan tötet jährlich noch immer über 1000 Wale «zu wissenschaftlichen Zwecken».
Umwelt
Kann denn Fussball Sünde sein?
Ob Konzerte, Fussballmatches oder Filmfestivals: Wo viele Menschen zusammenkommen, leidet die Umwelt. Nicht überall gleich stark, wie eine Studie des WWF zeigt.
aktualisiert am 10.06.2009Der Film «HOME»
Hymne auf die Erde
Yann Arthus-Bertrands einzigartiger Film HOME zeigt uns die Erde aus einer ganz neuen Perspektive – in jeder Hinsicht. Werfen Sie einen kostenlosen Blick auf unseren Planeten. Solange er noch so schön ist.
Möbel
Holzherkunft meist unklar
Laut einer WWF-Studie weiss nur jeder zehnte Möbelhersteller, woher sein Holz genau stammt. Das bedeutet: Fast in jedem Möbel kann theoretisch Holz aus Raubbau stecken.
Götz E. Rehn
«Nur der Bio-Landbau kann die ganze Welt ernähren»
Götz E. Rehn, Gründer der deutschen Alnatura-Supermärkte, über «Bio», Ernährung und richtiges Verhalten.
Bio-Supermärkte
Öko-Pioniere im Abseits
Bio-Supermärkte laufen in der Schweiz gar nicht optimal. Zwar boomt der Umsatz bei Bioprodukten, 2008 ist er um elf Prozent gestiegen. Doch die meisten Biowaren gehen über die Ladentische der Grossverteiler – und die Pioniere der Branche müssen ihr Glück in den Nischen des Nischenangebots suchen.
Öko-Mythen
Gut oder nur gut gemeint?
Glauben Sie, Gentech-Food sei in der Schweiz verboten? Sind Sie überzeugt, dass holzfreies Holz kein Holz enthält? Nur zu oft ertappt man sich bei Unsicherheiten – und hält an falschen Überzeugungen fest. Auch in Sachen Umwelt ist nicht alles so, wie alle glauben.
Biogarten
Entgiftungskur für Beete
Die Schweiz ist ein Land von Hobbygärtnern, der Schrebergarten gilt neuerdings sogar als schick. Doch gesund ist das selbstgezogene Gemüse oft nicht: Die Böden sind mit Schadstoffen belastet, Hausgärten überdüngt. Worauf man achten muss, damit der Garten zur giftfreien Zone wird.
aktualisiert am 23.04.2009Förderprogramme
Wer zu früh dran ist, geht leer aus
Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich wollen umweltfreundliche Heizsysteme fördern. Wer davon profitieren will, muss jedoch mit formalistischen Überraschungen rechnen.
Ernst Ulrich von Weizsäcker
«Wer Verzicht als Ende der Zivilisation beklagt, ist ein Spinner»
Nur höhere Energiepreise und der Verzicht auf «Dinosaurier-Technologien» werden Wirtschaft und Umwelt auf Dauer in Schwung bringen, erklärt Naturwissenschaftler und Autor Ernst Ulrich von Weizsäcker. In diesem Sinne habe auch die Finanzkrise ihr Gutes.
Fairtrade
Die Bananenfrau
Ursula Brunner setzte sich für fairen Handel ein, als es das Wort «Fairtrade» noch gar nicht gab. 1973 ging sie für einen gerechten Bananenpreis auf die Strasse. Heute ist die ehemalige Kantonsrätin, Pfarrersfrau und siebenfache Mutter 83 – und kein bisschen müde.
Schweiz
Deutlich weniger Ausstoss von Treibhausgasen
Die Emissionen von Treibhausgasen sind 2007 in der Schweiz um 3,6 Prozent zurückgegangen. Grund dafür waren vor allem die hohen Heizölpreise. Bei den Treibstoffen (Benzin und Diesel) hingegen stiegen die Emissionen weiter an.
aktualisiert am 15.04.2009Stromverbrauch
Neue Rekordwerte in der Schweiz
War wohl nichts mit Sparen: Der Elektrizitätsverbrauch in der Schweiz ist im Jahr 2008 um 2,3 Prozent auf 58,7 Milliarden Kilowattstunden gestiegen – so viel wie noch nie.
Papierverbrauch
Ganze Wälder verschwinden im Klo
Für Toilettenpapier, Taschentücher und Babywindeln werden riesige Waldflächen abgeholzt. Recycling-Produkte könnten Abhilfe schaffen, doch ein WWF-Rating zeigt: Das Angebot im Handel ist ungenügend.
Energie
Stromsparen lohnt sich
Mit wenigen Tricks lässt sich zu Hause Strom sparen – für mehrere hundert Franken, Jahr für Jahr. Und das Schönste dabei: Es funktioniert ganz ohne Komforteinbusse.
Energieverbrauch
Von «Muken» und Murks
Energiesparen ist im Trend. Die kantonalen Energiedirektoren verschärfen Vorschriften, Geschäftemacher locken mit falschen Versprechungen – der Energieverbrauch muss Bauherren interessieren.
Minergie-P
Dichtung und Wahrheit
Minergie-P
Baustandard der Zukunft
Minergie-P-Häuser sind konsequent darauf ausgerichtet, Energie effizient zu nutzen, den Verbrauch generell zu senken und langfristig auch Kosten einzusparen.
Minergie-Standards
Lohnt sich die Investition?
Bauen nach Minergie-Standards senkt die Heizkosten und steigert den Komfort. Ob sich die Mehrinvestitionen längerfristig auszahlen, ist noch nicht eindeutig geklärt. Immerhin aber sind sie eine Absicherung gegen steigende Energiepreise.
Altbausanierung
Von der Energieschleuder zum Energiesparhaus
Richtig isoliert, optimal belüftet und geheizt, verwandeln sich alte Häuser in energieeffiziente Bauten. Die Investition lohnt sich langfristig: Sie verringert den Energieverbrauch und erhöht den Wohnkomfort.
Minergie-Label
Garantie für Komfort und Sparsamkeit
Seit zehn Jahren zeichnet das Minergie-Label energieeffiziente Häuser in der Schweiz aus. Unterdessen ist daraus eine dreiköpfige Labelfamilie geworden. Für Bauherren sind die Minergie-Standards eine wichtige Orientierungshilfe.
Artenvielfalt
Rettung für bedrohte Apfelsorten
Weil Handelsketten und Verbraucher bestimmte Apfelsorten bevorzugen, drohen andere zu verschwinden. Italienische Wissenschaftler wollen bedrohte Sorten nun mit einer neuen Technik für die Nachwelt bewahren.
aktualisiert am 16.03.2009Klimawandel
Artenvielfalt muss bewahrt werden
Etliche Tier- und Pflanzenarten könnten wegen des Klimawandels aussterben – was auch für den Menschen drastische Folgen hätte. Im Vorfeld der Kopenhagener UN-Klimakonferenz sprachen Fachleute deshalb Empfehlungen für die Umweltpolitik aus.
Fischerei
Appetit auf Qualle?
Weil die Fischbestände weltweit zurückgehen, denken Forscher über Alternativen nach: Quallen und Plankton verfügen über gute Kalorienwerte und wichtige Spurenelemente. Geschmacklich überzeugen sie weniger.
Klimawandel
Schlimmer als befürchtet
Extreme Wetterereignisse und kollabierende Ökosysteme: Schon ein geringfügiger Anstieg der Temperatur sorgt global für heftige Folgen – ein Expertenteam zeichnet ein düsteres Szenario.
Fischerei
Riesige Schäden durch illegale Fänge
Bis zu einem Fünftel der weltweiten Fänge sind illegal. Das richtet nicht nur ökologischen und wirtschaftlichen Schaden an: Es entzieht den Ärmsten der Armen auch eine Nahrungsgrundlage.
Speisefische
Evolution im Eiltempo
Die Fischerei beschleunigt bei einigen Fischarten die Evolution. Experten warnen vor fatalen Folgen – auch für den Menschen.
aktualisiert am 03.05.2011Glossar
Natur von A bis Z
Wissen Sie mit Ausdrücken wie Agrotreibstoff, Lohas oder Neobionten wenig anzufangen? Machen Sie sich in unserem Glossar schlau, damit Sie bei Themen rund um Natur und Ökologie kompetent mitreden können.
Naturkosmetik
Drei Sterne für Klarheit im Beauty-Case
Die Auszeichnungen «Natur» und «Bio» garantieren wachsende Umsätze, auch in der Kosmetik. Allerdings ist «Natur» kein geschützter Begriff und also vielseitig einsetzbar. Mehr Transparenz will nun das neue Label «NaTrue» schaffen.
Moritz Leuenberger
«Mich überwältigen die wilden Seiten der Natur»
Moritz Leuenberger, seit 1995 Bundesrat, ist der amtsälteste Umweltminister Europas. In der Umweltpolitik brauche es einen langen Atem, sagt er. Und man müsse akzeptieren, dass Erfolge spärlich, unspektakulär und hart erstritten sind
Ländervergleich
«Fussabdruck» der Nationen
Wie viele Planeten bräuchten wir, wenn alle Menschen so leben würden wie zum Beispiel die Kanadier, Schweden oder Georgier? Wenn Sie neugierig sind, welche Nation auf wie grossem Fuss lebt, finden Sie hier die Liste der Länder, für die Global Footprint Network die Daten erhoben hat.
Energie sparen
Wie viel Potential haben Sie?
In jedem Haushalt gibt es Möglichkeiten, Energie zu sparen – ohne dass der Komfort leidet. Auf der Website www.energybox.ch können Sie ermitteln, welchen Verbrauch und welches Sparpotential Sie haben – und wie Sie nicht zuletzt Ihre Stromkosten senken können.
Quiz
Bio, Öko, FSC, GVO, IP – Wissenslücken?
Wer sich in der Fülle von Kennzeichnungen für naturnahe Produkte zurechtfinden will, sollte sich mit einigen Begriffen und Fakten auskennen. Testen Sie Ihre Kenntnisse – und vervollständigen Sie Ihr Wissen.
Graue Energie
Was Spargel mit Erdöl zu tun hat
Lebensmittel sind einerseits Energielieferanten, anderseits wird für sie auch Energie aufgewendet, bis sie im Regal stehen. Wer in der Region und nach Saison einkauft, schont die Umwelt – und spart Geld.
Geldanlage
Ein Gewinn für die Nachhaltigkeit
Nicht erst seit der Finanzkrise ist klar, dass die Hoffnung auf den «schnellen Gewinn» eine schlechte Anlageberatung ist. Wer wirklich nachhaltig wirtschaften will, hat eine grosse Auswahl an grünen Anlageprodukten mit – langfristig – interessanter Rendite.
Ressourcen
Wie viele Planeten brauchen Sie?
Hätten alle Erdenbewohner denselben Lebensstandard wie ein durchschnittlicher Schweizer, bräuchten wir 2,4 Planeten - wir konsumieren also zweieinhalbmal so viel Ressourcen, wie die Erde liefern kann. Testen Sie, ob Sie selber unter oder über dem Durchschnitt liegen.
Risiken
«Winterstürme werden zunehmen»
Die grossen Risiken des 21. Jahrhunderts sind steigende Meeresspiegel, Stürme und Megastädte. Die grösste Gefahr für den Menschen aber ist der Mensch selber, sagt der Risikoanalyst David Bresch.
Kompakt Bauen & Wohnen
Bauen Sie auf die Sonne
Immer mehr Eigenheimbesitzer setzen auf Solarenergie zur Warmwasseraufbereitung und zur Stromerzeugung. Grund: Sonnenenergie schont die Umwelt und ist finanziell interessant.
Alternativenergie
Bestechende Theorie, ernüchternde Praxis
Ein sparsamerer Umgang mit Strom und erneuerbare Energien: Ideen und Projekte dafür sind in der Schweiz zuhauf vorhanden. Doch bei der Umsetzung hapert es – Stromproduzenten, Verbraucher und Politik sind gefordert.
Wasserkraft
Der Mythos der sauberen Energie
Einzelne Wasserkraftwerke brauchen mehr Strom, als sie produzieren – verdienen aber Geld damit. Und neue Projekte für diese erneuerbare Energie bedrohen die letzten unverbauten Flüsse.
Atomkraftwerke
Die Kosten werden schöngerechnet
Angeblich billiger Atomstrom ist vor allem ein Produkt geschickter Buchhaltung: Tatsächlich könnten die drei in der Schweiz geplanten neuen AKWs deutlich mehr als 20 Milliarden Franken kosten.
Moritz Leuenberger
«Die Gemeinden müssten über ihren Schatten springen»
Kantons- und Gemeindegrenzen sollten bei der Raumplanung überwunden werden, meint Bundesrat Moritz Leuenberger. Bisher sei die Nachhaltigkeit zu wenig berücksichtigt worden. Der oberste Raumplaner der Schweiz wünscht sich mehr Durchsetzungskraft auf Bundesseite.
Grüne Welle
Nachhaltig sündigen
Immer mehr Menschen bekennen sich zu einem umweltbewussten Lebensstil. Zugleich wollen sie auf rein gar nichts verzichten. Die Industrie hat ihre Freude dran. Und verkauft uns zusammen mit ihren Produkten gleich noch ein gutes Gewissen.
Konsumkritiker Kalle Lasn
«Die Menschheit fährt gegen eine Wand»
Einst bekämpfte er mit Kampagnen und Filmen Grosskonzerne. Heute sieht der Konsumkritiker Kalle Lasn das Problem woanders: bei den Konsumenten, die auf nichts verzichten wollen.
Kompakt-Beilage
Naturnah geniessen
Kosmetik, Bekleidung, Ernährung, Mobilität - überall trägt man Verantwortung für die Umwelt. Wie Sie ohne Verzicht Ökologie und Nachhaltigkeit fördern können, zeigen wir Ihnen in dieser Kompakt-Ausgabe.
Kompakt-Beilage
Mit Energie richtig haushalten
Haushaltsgeräte, Beleuchtung, Heizung, Gebäudeisolation: Wie Sie ganz einfach Energie und Geld sparen können, ohne auf Komfort zu verzichten, erfahren Sie in dieser «Kompakt»-Beilage.
Kompakt-Beilage
Naturnah einkaufen
Naturnah einkaufen? Testen Sie Ihr Wissen - Bio, Öko, Natur: Was steckt dahinter? - Bioprodukte sind keine Luxusgüter - Stromverbrauch lässt sich einfach reduzieren - Glossar, Links, Buchtipps und Adressen.
Heizsysteme
Gut eingepackt ist halb geheizt
Heizöl ist teuer und schadet der Umwelt. Wer seine Heizung für nächsten Winter umrüsten will, sollte jetzt planen - und bedenken: Der Ersatz der alten Anlage bringt nur dann echte Vorteile, wenn erst die Gebäudehülle isoliert wird.














































































































Ökologisch leben
Triumph der Stadt
Wer grün leben will, wohnt in der Stadt, schreibt Philipp Löpfe.