Stichwort
Richter
Hans Wiprächtiger
«Die Justiz kuschelt nicht»
Hans Wiprächtiger war «ein Bundesrichter zum Anfassen», was ihm nicht nur Lob einbrachte. Nun geht er nach 22 Jahren in Pension – und plädiert für Augenmass im Strafrecht.
aktualisiert am 01.07.2011Strafverfahren
Geheimjustiz auf dem Vormarsch
Im Kanton St. Gallen darf man nicht wissen, wie ein Raser bestraft wurde, der mit Tempo 260 über die Autobahn und mit 160 durch Dörfer preschte.
Staatsanwälte
Deals statt Urteile
Staatsanwälte fällen inzwischen 98 Prozent aller Strafurteile, ohne dass ein Gericht aktiv wird. Sie haben immer mehr Kompetenzen und lassen sich immer schlechter kontrollieren.
Menschenrechte
«Fremde Richter» – Was bringen sie?
Immer öfter kommt der Schweizer Volkswille in Konflikt mit der Europäischen Menschenrechtskonvention. Kündigen, fordern deshalb einige Politiker. Gemach, findet der Beobachter.
aktualisiert am 11.11.2009Whistleblower
Freispruch auf wackligen Füssen
Der wegweisende Freispruch von zwei Zürcher Whistleblowerinnen ist leider schlecht begründet. Dies zeigt das schriftliche Urteil, das dem Beobachter vorliegt.
Polizeidaten
Zu Unrecht verdächtigt
Viele Bürger sind im Kanton Zürich als potentielle Kriminelle registriert. Grund: Von Freisprüchen und eingestellten Verfahren weiss die Polizei nichts. Der Beobachter sagt, was Sie dagegen unternehmen können.
Familienrichter
«Das sind alles verwundete Menschen»
Familienrichter haben es oft mit verzweifelten Vätern, hassenden Müttern, verstörten Kindern zu tun. Da ist es für die Richter nicht einfach, über die Zukunft der Familie entscheiden.
Justiz
Ein Richter wird zum Opfer
Hans-Jacob Heitz, ehemaliger Bundesverwaltungsrichter, heute Verteidiger von Kleinanlegern, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Zürcher Staatsanwaltschaft: «Da werden Opferrechte mit Füssen getreten.»
aktualisiert am 04.06.2009Standpunkt
Strafen, aber richtig
An der nationalrätlichen Sonderdebatte vom 3. Juni stand das Strafrecht unter Beschuss – der Tenor vieler Politiker: Es müsse angesichts der «sich häufenden Kriminalität» dringend verschärft werden. Doch falsche Annahmen führen zu falschen Schlussfolgerungen.
Justiz
Die Laien sterben langsam aus
Muss ein Richter studiert haben? Ja, finden Juristen – und verdrängen immer mehr Laienrichter. Gehen der Justiz so die Bodenhaftung und der gesunde Menschenverstand verloren?
Jugendstrafrecht
Die Täter werden betreut, die Opfer vernachlässigt
Die milden Urteile gegen jugendliche Straftäter sorgen in der Bevölkerung für Kopfschütteln. Doch auch namhafte Experten kritisieren heute die Jugendjustiz: Gegen extrem gefährliche Täter ist die Öffentlichkeit zu wenig geschützt – und um die Opfer kümmert sich niemand so richtig.
Umfrageergebnisse
Schweizer akzeptieren neues Strafrecht nicht
Das neue Strafrecht fällt in wichtigen Punkten beim Volk durch.
Justiz
Strafen wir richtig?
Eine Busse von 1000 Franken für eine fahrlässige Tötung? Eine bedingte Geldstrafe für einen Vergewaltiger? Das versteht niemand mehr. Strafgesetz und Richter zielen heute am Volk vorbei.
Gerichte
In Genf flop, in Schwyz top
Die Statistik des Bundesgerichtes zeigts: Die Genfer ziehen Gerichtsfälle am meisten ans höchste Schweizer Gericht. Die Erfolgsquote liegt gesamtschweizerisch bei 10,4 Prozent.
Gutachten
Richter im weissen Kittel
Bei Sexual- oder Gewaltverbrechen wird schnell der Ruf nach Verwahrung laut. In diesen Verfahren spielen Gerichtspsychiater eine zentrale Rolle. Doch ihre Gutachten sind häufig mangelhaft.
Das neue Urteil
Laienrichter sind erlaubt
Gegen Laienrichter, die über angemessene Fachkenntnisse verfügen, ist nichts einzuwenden. Das hat das Bundesgericht festgestellt.
Justiz
Langsame Richter
Dass die Mühlen der Justiz langsam malen, ist bekannt. Zum Stillstand kommen sie oft, wenn es darum geht, etwa einen Anwalt in die Schranken zu weisen.
Justiz
«Wir Richter stehen unter einem unheimlichen Druck»
Die Luzerner Oberrichterin Marianne Heer über die Schwierigkeiten der Justiz, trotz dem öffentlichen Ruf nach Härte angemessene Urteile zu fällen.



















Luca Mongelli
Was geschah wirklich?
Luca Mongellis Schicksal bewegt Italien und die Schweiz. Hat wirklich ein Hund den Jungen vor zehn Jahren so zugerichtet? Nun wird der Fall neu aufgerollt.