Stichwort
Strafverfahren
Strafbefehl
Wann lohnt sich eine Einsprache?
Frage: Ich habe einen Vortritt missachtet – es gab Blechschaden. Nachdem die Polizei den Unfall aufgenommen hatte, konnte ich mich nicht mehr dazu äussern. Nun schickt die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl mit einer Busse. Ist das zulässig, oder soll ich mich wehren?
Hans Wiprächtiger
«Die Justiz kuschelt nicht»
Hans Wiprächtiger war «ein Bundesrichter zum Anfassen», was ihm nicht nur Lob einbrachte. Nun geht er nach 22 Jahren in Pension – und plädiert für Augenmass im Strafrecht.
Krawalle
Hinsehen streng verboten
Wer bei Krawallen aus der Distanz zuschaut, verdient die gleiche Strafe wie jemand, der mit 25 Gramm Heroin handelt oder mehrere Einbrüche begeht – urteilen die Zürcher Strafbehörden.
Festnahme
Wegen Sprayen verhaften?
Mein Sohn wird verdächtigt, an einer Sprayerei beteiligt gewesen zu sein. Heute Morgen ist nun die Polizei aufgetaucht und hat ihn ohne Voranmeldung verhaftet und mitgenommen. Ist das zulässig?
aktualisiert am 16.12.2011Fall Zeljko B.
Aargauer Obergericht verliert
Das Bundesgericht verlangt, dass ein ausserordentlicher Staatsanwalt den umstrittenen Polizeieinsatz in Wohlen AG untersuchen muss.
Strafverfahren
Darf die Polizei einfach so einen DNA-Test machen?
Nach einem Einbruch im Geschäft, wo ich arbeite, entnahm die Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft allen Angestellten eine DNA-Probe. Ist das rechtlich in Ordnung? Und was alles sieht sich die Polizei nun an in meinem Erbgut?
Prügelopfer
Die Courage teuer bezahlt
Zwei Frauen schlagen Silvia Leiser spitalreif. Das Gericht fasst die Täterinnen mit Samthandschuhen an, während das Opfer auf seinen Kosten sitzenbleibt.
Opfer einer Straftat
Den Täter anzeigen?
Wer Opfer einer Straftat wird, kann Anzeige erstatten. Doch wie läuft die Sache dann weiter?
Deliktorientierte Therapie
Hart, aber herzlich
Jugendliche Mörder werden im Massnahmenzentrum Uitikon ZH mit Respekt behandelt. Im Gegenzug erwartet man von ihnen Einsicht und harte Arbeit an sich selbst. Ein umstrittenes Rezept – aber ein erfolgreiches.
Strafprozesse
Endlich einheitlich
Am 1. Januar 2011 tritt die Schweizerische Strafprozessordnung in Kraft. Damit verschwinden sämtliche 26 kantonalen Regelungen. Wir erklären, was für Beschuldigte und Opfer neu wird.
aktualisiert am 22.10.2010Kommentar zum Fall Nef
Wider die Checkbuch-Justiz
Der Fall Nef zeigt: Wer zahlt, kann sich viel zu einfach von einem Strafverfahren freikaufen. Deshalb muss dringend das Strafgesetz geändert werden.
aktualisiert am 21.01.2010Fall Nef
Bundesgericht beendet Justizposse
Gemäss Bundesgericht muss das Zürcher Verwaltungsgericht schnell darüber entscheiden, ob der Beobachter die Einstellungsverfügung im Strafverfahren gegen den Ex-Armeechef Roland Nef einsehen darf.
Rechtsvertretung
Der richtige Umgang mit Anwälten
Wer plötzlich die Hilfe eines Anwalts braucht, fühlt sich als juristischer Laie oft eingeschüchtert. Das muss nicht sein: Einige Tipps für eine erfreuliche Zusammenarbeit.
Wirtschaftskriminalität
«Für Manager ist bereits die Untersuchung Teil der Strafe»
Firmen kollabieren, es entstehen Schäden in Milliardenhöhe - und keiner soll schuld sein: Die Manager werden von der Strafjustiz reihenweise freigesprochen. Schlampen die Strafverfolger? Der Zürcher Staatsanwalt Peter Pellegrini wehrt sich.
Affäre Nef
«Reiche könnten sich freikaufen»
Der Fall Nef wirft auch ein Licht auf das neue Strafrecht: Wer zahlt, kann sich mitunter von der Strafverfolgung freikaufen. Droht die Zweiklassenjustiz?
Das neue Urteil
Wortklauberei nützt nichts
Bei einigen Delikten muss das Opfer nicht nur eine «Strafanzeige» bei der Polizei machen, damit der Täter verfolgt wird, sondern ausdrücklich einen «Antrag auf Strafverfolgung» stellen. Verwechselt der Anzeigeerstatter die Begriffe, macht das aber nichts, wenn deutlich wird, dass er eine Strafverfolgung einleiten will.
aktualisiert am 07.04.2011DNA-Probe
Das sind Ihre Rechte
Will die Polizei mittels Wangenschleimabstrich eine DNA-Probe entnehmen, muss sie Sie über Ihre Rechte aufklären. Diese Rechte sind:
Das neue Urteil
Schweigerecht verschwiegen
Ein Festgenommener legte ein Geständnis ab, ohne Wissen um das Schweigerecht. Das Urteil darf sich somit nicht auf das Geständnis stützen.



















Krawalle
Hinsehen ist also doch erlaubt
Das Bezirksgericht Zürich pfeift Polizei und Staatsanwaltschaft mehrfach zurück: Wer bei Krawallen bloss zusieht, soll straflos bleiben.