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Bürosoftware: Im Office sparen

Text:
  • Markus Koch
Ausgabe:
5/03

Microsoft Office ist das gängigste Programmpaket für Büros. Doch es gibt überzeugende Alternativen – einige lassen sich sogar gratis vom Internet herunterladen.

Word, Excel, Powerpoint: Wer je mit einem Computer gearbeitet hat, kennt mindestens zwei dieser Programme, die den Kern von Microsoft Office bilden. Das Bürosoftwarepaket kommt in neun von zehn Firmen zur Anwendung, wenn Briefe geschrieben, Tabellen und Grafiken erstellt oder Präsentationen vorbereitet werden. Und weil es vielen Berufsleuten vertraut ist, nutzen es sieben von zehn Heimanwendern auch zu Hause. Nicht selten als Raubkopie vom Firmen-PC.

Microsoft Paroli bieten

Das ist illegal – und seit der Einführung der Programmevolution XP auch gar nicht mehr so einfach. Mit einer Registrierungspflicht und versteckt übermittelten Hardwaredaten hat Microsoft die Gratis-Zweitnutzung ihrer Bestseller erschwert.

Im Internet gibts zwar Anleitungen, wie die Registrierung umgangen werden kann – doch spätestens beim nächsten Installieren eines Servicepakets ist eine komplette Neuinstallation fällig. Wer legal handeln, aber nicht mehrere hundert Franken für eine reguläre Office-Lizenz ausgeben will, muss nach Alternativen Ausschau halten. Und die gibt es.

Als Erstes sticht OpenOffice ins Auge, ein Projekt der Open-Source-Gemeinde, die ihre Programme kostenlos zugänglich macht. OpenOffice und das Original von Microsoft unterscheiden sich nur marginal. Die Bedienung ist fast identisch und die Funktionen sind ähnlich umfangreich. OpenOffice soll Microsoft Paroli bieten und das Quasimonopol des Softwareriesen ankratzen. Die aktuelle Version 1.0.2 kann diesen Anspruch weitgehend erfüllen und ist für fast alle Einsatzgebiete eine erstklassige Alternative.

Noch ein bisschen näher ans Original kommt Staroffice. Dabei handelt es sich um eine mit Zusatzfunktionen erweiterte Version von OpenOffice, die vom Computerhersteller Sun vertrieben wird.

Was sich mit OpenOffice und Staroffice aber nicht ändert, ist die Komplexität der Programme. Die vielen Zusatzfunktionen blähen die Programmpakete auf und machen sie fehleranfällig.

Für einfache tägliche Aufgaben gibt es Werkzeuge, die zum Teil effizienter und günstiger sind: SoftMaker Office etwa hat eine vorzügliche Textverarbeitung, die – im Unterschied zu Word – auch umfangreiche Arbeiten gut bewältigt und mit einer mitgelieferten Datenbank zum Erstellen von Serienbriefen clever harmoniert. Wer auch mit englischen Menüs arbeiten kann, hat mit 602Pro PC Suite eine weitere gute Alternative zu Microsoft. Das Paket ist in der Grundversion gratis erhältlich und kommt dem Vorbild erstaunlich nahe.

Auch wenn Microsoft im Markt der Bürosoftware die Standards setzt, haben Anwender also durchaus eine Wahl. Zwar muss man unter Umständen gegenüber dem Original ein paar Abstriche machen, aber die meisten Nutzer werden das – ganz im Unterschied zum eklatanten Preisunterschied – gar nicht erst bemerken.

© Beobachter Ausgabe 5 vom 07. Mär 2003 - Alle Rechte vorbehalten

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