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Handywahl

Sag mir, wie du telefonierst…

Text:
  • Markus Koch
Ausgabe:
21/03

Wer ein neues Mobiltelefon kaufen will, hat angesichts des riesigen Angebots die Qual der Wahl. Mit der Beobachter-Handytypberatung fällt die Entscheidung leichter.

Den Entscheid, sich ein neues Handy zuzulegen, hat schon manch einer bereut. Dann nämlich, wenn er im Fachgeschäft vor der Auslage steht und von der Vielfalt erschlagen wird: Weit über 100 Mobiltelefone sind auf dem Markt, knapp ein Dutzend grosse und kleine Hersteller buhlen um die Kundschaft.

Die Verwirrung wird komplett, wenn man sich mit den Funktionen und Ausstattungen der Geräte befasst. Ein Handy ist schon längst nicht mehr nur ein Mobiltelefon, sondern eine Eier legende Wollmilchsau: Man kann nicht nur Gespräche führen und SMS verschicken, sondern auch im Internet surfen, E-Mails lesen und verfassen, Texte schreiben, Termine organisieren, Bilder und Videoclips speichern und verschicken, Musik aufnehmen und spielen, die Temperatur messen, Kalorien zählen – die Liste nimmt kein Ende, und die Frage stellt sich: Wer braucht das alles?

Trend in Richtung Individualisierung

Die Antwort ist einfach: niemand. Und aus diesem Grund gibt es auch kein Mobiltelefon, das wirklich alles kann. Die Hersteller setzen vielmehr bewusst auf Individualisierung und bieten – wie jüngst die Prototypenschau an der Internationalen Funkausstellung in Berlin zeigte – zunehmend Geräte an, die in Funktion oder Design für ganz bestimmte Zielgruppen massgeschneidert sind.

Für das Gros der Handynutzerinnen und -nutzer hat dieser Trend nicht nur Vorteile. Denn jede zusätzliche Funktion eines Mobiltelefons bedeutet mindestens eine weitere Voreinstellung, noch mehr Seiten in der Bedienungsanleitung und zusätzliche Programmkomplexität. Erfahrungsgemäss steigt damit auch das Risiko, dass etwas nicht richtig funktioniert oder falsch bedient wird.

Der Trend in Richtung Individualisierung erfordert, dass sich die Handykäuferschaft einer Zielgruppe zuordnen lässt. Dabei hilft die Handytypberatung des Beobachters (siehe oben), die die Mobilfunkgemeinde in fünf Nutzergruppen unterteilt: Arbeitstiere, Ästheten, Avantgardisten, Pragmatiker und Vergnügungssüchtige. Wenn Sie sich in einem dieser Typen erkennen, erfahren Sie, welche Anforderungen Ihr künftiges Handy erfüllen sollte, und erhalten Beispiele von Modellen, die Ihre Bedürfnisse befriedigen sollten.

Mit diesen Informationen fällt es Ihnen leichter, sich im riesigen Angebot der Mobiltelefone auf ein überschaubares Segment zu konzentrieren: Fragen Sie den Fachhändler einfach nach Geräten, die in Funktion und Austattung vergleichbar sind mit den Modellvorschlägen – Sie werden sehen, es sind gar nicht mehr so viele.

Die übersichtliche Auswahl von maximal einem halben Dutzend Handys macht es möglich, die Modelle wirklich miteinander zu vergleichen. Lassen Sie sich dabei unbedingt die Bedienung der für Sie wichtigsten Funktionen vorführen, und probieren Sie das Gerät selber aus – über Bedienbarkeit und Handlichkeit lässt sich nämlich mindestens so trefflich streiten wie über Geschmack.

Und schliesslich geht es ja nicht darum, irgendein Handy zu kaufen, sondern das richtige zu finden: nämlich das, das zu Ihnen passt.

© Beobachter Ausgabe 21 vom 15. Okt 2003 - Alle Rechte vorbehalten

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