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Internet-Zusatzprogramme: Rein ins Vergnügen

Text:
  • Markus Koch
Ausgabe:
11/02

Spielen, Musik hören, Filme anschauen: Mit so genannten Plugins wird das Internet zum multimedialen Tummelplatz. Die meisten Zusatzprogramme lassen sich gratis herunterladen.

Der Webbrowser, das Standardprogramm fürs Surfen im World Wide Web (WWW), ist ein vergleichsweise simples Programm. Ob nun Internet Explorer von Microsoft, Netscape Navigator oder Opera: Letztlich stellen sie nur Dateiinhalte dar.

Von Haus aus verarbeiten sie allerdings nur reine Textdateien und Doku-mente in der WWW-Formatierungssprache HTML sowie einige Grafikformate. So lassen sich zwar Infos und Dokumentationen ansehnlich darstellen, doch dem Anspruch des multimedialen und interaktiven Internets kann dies nicht genügen.

Damit auf einer Webseite auch bewegte Bilder, Animationen, genau formatierte Grafiken und Dokumente, Musik und andere Sounddateien, interaktive Elemente wie Navigation und Spiele ablaufen können, greifen die Anbieter auf so genannte Plugins zurück. Der Name leitet sich vom englischen «to plug» für einstecken, einstöpseln ab, denn genau so funktionieren sie: Es sind Zusatzprogramme, die eingesteckt – das heisst, installiert und angemeldet – die Funktionalität des Browsers erweitern, so dass zum Beispiel im Browserfenster auch multimediale Inhalte und Objekte dargestellt werden können.

Das Angebot an Plugins ist unübersichtlich gross. Rund 200 dieser Browser-Erweiterungsmodule stehen im Internet zum Download bereit – meist gratis, denn das Geld verdienen die Hersteller mit den Programmen fürs Erstellen von Dateien für das Plugin. Die Mehrzahl davon brauchen den Normalnutzer nicht zu interessieren: Es sind Sonderlösungen für spezielle Wünsche von Informationsanbietern, die nur installieren muss, wer die zugehörigen Dateien betrachten will. Dokument und Plugin werden deshalb in der Regel gemeinsam für den Download angeboten.

Einige wenige Plugins haben sich jedoch als Quasi-Standard für bestimmte Browserfunktionen oder Anwendungsbereiche durchgesetzt und werden von Webdesignern und -anbietern immer öfter eingesetzt. So haben sich das Real-Audio- und Real-Video-Format als Standard für die Übertragung von Musik- und Filmdaten etabliert, und viele Informationen und Dokumentationen sind nur noch im Portable Document Format (PDF) verfügbar. Damit diese Daten im Browser abgespielt beziehungsweise dargestellt werden können, muss das Real-Player- und das Acrobat-Reader-Plugin installiert sein.

Noch wichtiger ist das Flash-Player-Plugin, das die Integration interaktiver, multimedialer Animationen in Webseiten ermöglicht. Die Flash-Technik wird immer häufiger für den Aufbau der Site-Navigation eingesetzt, weshalb man ohne entsprechendes Plugin das Webangebot gar nicht mehr vollumfänglich nutzen kann. Diese drei Browsermodule sollten deshalb gleich mit dem Browser installiert werden.

Korrekte Anmeldung wichtig

Andere Plugins sind je nach Interessen und technischer Ausrüstung der Internetnutzer sinnvoll oder gar ein Muss. Apples Quicktime zum Beispiel ist daran, dank höherer Bildqualität die Real-Technik fürs Transferieren von Videodaten, TV-Infos und Filmtrailern zu verdrängen. Zudem nutzen viele Anbieter, insbesondere im Bereich Tourismus, die Panoramafunktion von Quicktime: Sie ermöglicht es, in Bildern umherzuwandern. Für Spielernaturen dagegen ist das Shockwave-Plugin von Macromedia unabdingbar, denn viele Online-Games basieren auf dem entsprechenden Dateiformat. Musikfreunde werden früher oder später über Webseiten stolpern, die die Plugins Beatnick oder Koan erfordern, um die Sounds abspielen zu können.

Wichtig für das Funktionieren der Browsererweiterungen ist, dass die Plugins bei der Installation korrekt beim Browser angemeldet werden. In dessen Voreinstellungen für die «Dateihilfsprogramme» muss angegeben werden, für welche Dateien mit welchen Dateiendungen jedes Plugin zuständig ist – sonst klappts nicht.

In der Regel sorgt das Plugin-Installationsprogramm automatisch für diese Zuordnung. Funktioniert das nicht, muss man nicht verzagen: Im Internet gibts zahlreiche Anleitungen für die manuelle Anmeldung der Plugins.

© Beobachter Ausgabe 11 vom 31. Mai 2002 - Alle Rechte vorbehalten

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