AHV-Alter 65 für Frauen
«Ein schlechter Witz»
Beatrice Moser, Jahrgang 1953, liebt ihren Beruf als Layouterin. Sie gestaltete renommierte Hefte wie «Magazin» und «Penthouse», arbeitete aber auch in Kleinverlagen auf dem Land.
Dennoch findet die Mutter einer 11-jährigen Tochter keine Stelle. 80 Bewerbungen – und nicht eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.
Stimmt das Volk am 16. Mai der 11. AHV-Revision zu, erhöht sich ihr AHV-Alter auf 65 – Moser müsste noch 14 Jahre arbeiten. Oder Arbeit suchen. «Solange viele Jugendliche keinen Job finden», sagt sie, «ist das ein schlechter Witz.»
Sie hatte mit 16 zu arbeiten begonnen. «In der Hochkonjunktur standen alle Türen weit offen.» Aber die Männer profitierten doch mehr. Moser musste kämpfen für gleichen Lohn. Unfaire Saläre ärgern sie noch immer: «Man würde besser die Abfindungen für gescheiterte Manager kürzen, statt das AHV-Alter für Frauen zu erhöhen.»
© Beobachter Ausgabe 7 vom 01. Apr 2004 - Alle Rechte vorbehalten













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