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Einschätzung

Steuerbehörde ignoriert

Text:
  • Verena Walther
Ausgabe:
25/05

Als Student wohne ich nur ab und zu bei meinen Eltern, habe dort aber meinen Wohnsitz. Weil die Briefe der Steuerbehörde niemand öffnete, wurde die zu hohe Steuereinschätzung rechtskräftig. Was kann ich machen?

Leider gar nichts, ausser zahlen. Das ist zwar hart, entspricht jedoch der tatsächlichen Situation, denn Sie haben nach wie vor den Wohnsitz bei den Eltern, weshalb die Steuerbehörde die Briefe an diese Adresse korrekt zustellte. Entweder hätten Sie Ihre Eltern beauftragen sollen, Ihnen die Post aufzuheben oder an Sie weiterzuleiten, oder Sie hätten die Steuerbehörde direkt um Zustellung der Steuererklärung an Ihre Adresse veranlassen können. Eine Einsprache nützt jetzt leider nichts mehr, die Frist ist verpasst, der Zug abgefahren. Briefe von Behörden sollte man nie ignorieren, denn das kann sehr teuer werden. Vielleicht können Sie sich mit Ihren Eltern einigen, damit diese Ihnen den Betrag vorschiessen, oder Sie verhandeln mit der Steuerbehörde über einen Abzahlungsplan.

© Beobachter Ausgabe 25 vom 08. Dez 2005 - Alle Rechte vorbehalten

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