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Vergleich

Heizsysteme

Ausgabe:
7/06

Alle Angaben sind für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 200 Quadratmetern beheizter Fläche berechnet.

Öl
Funktionsweise   Ölheizungen sind in der Schweiz die am weitesten verbreiteten Heizsysteme. Die Brennertechnologie hat in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht - Wirkungsgrad und Umweltverträglichkeit konnten stark verbessert werden. Trotzdem verdrängen steigende Ölpreise und alternative Systeme die Ölheizungen langsam vom Markt.
Vorteile   Einfaches, erprobtes System
Nachteile   Fossiler Brennstoff, Platzbedarf für Tank, Kosten für Tankrevision und Kaminfeger, CO2-Abgabe geplant
Umweltverträglichkeit   49 Prozent
Wärmepreis pro Kilowattstunde   24,1 Rappen
Infos   Informationsstelle Heizöl, Zürich, www.erdoel.ch
 
Gas
Funktionsweise   Einst diente Gas in Privathaushalten nur zum Kochen. Inzwischen hat sich der Brennstoff als valable Alternative zur Ölheizung etabliert. Die Brenner sind klein, leistungsstark, funktionieren vollautomatisch und arbeiten umweltfreundlicher als ein vergleichbarer Ölbrenner.

Vorteile   Kein Lagerraum, geringer Platzbedarf, Montage auch im Estrich möglich, wenig Unterhalt
Nachteile   Fossiler Brennstoff, Koppelung an Ölpreis, nicht überall in der Schweiz verfügbar, CO2-Abgabe geplant
Umweltverträglichkeit   58 Prozent
Wärmepreis pro Kilowattstunde   20,7 Rappen
Infos   Verband Schweizerische Gasindustrie, Zürich, www.erdgas.ch
 
Wärmepumpe
Funktionsweise   Lange wurden Besitzer von Wärmepumpen belächelt. Heute haben sich die Anlagen zum Renner entwickelt. Ihre Funktionsweise ist ähnlich wie jene eines Kühlschranks mit Kompressor, doch statt der Kälte wird die entstehende Abwärme genutzt wird. Ausgangsmedium für die Wärmegewinnung ist Erdwärme (Sole) oder Umgebungsluft; die Sole-Wärmepumpen gelten aufgrund der höheren Effizienz als das bessere System.
Vorteile   Kein Lagerraum, stabile Energiepreise, teils einheimische Energie, keine CO2-Abgabe, wenig Unterhalt
Nachteile   Strom für den Betrieb teilweise aus Atomkraft oder von fossilen Kraftwerken aus dem Ausland
Umweltverträglichkeit   90 Prozent (Sole), 71 Prozent (Luft)
Wärmepreis pro Kilowattstunde   19,8 Rappen (Sole und Luft)
Infos   Fördergemeinschaft Wärmepumpen Schweiz, Bern, www.fws.ch
 
Holzpellets
Funktionsweise   Bis vor wenigen Jahren mussten Holzheizungen meist von Hand bedient werden und waren entsprechend unkomfortabel. Mit Pellets hat Holz als Brennstoff den Sprung ins Einfamilienhaus getan. Pellets sind kleine Rollen aus gepresstem Sägemehl, die per Lastwagen geliefert und in einem trockenen Raum gelagert werden; über ein Förderband gelangen sie in die vollautomatische Heizanlage und werden verbrannt.
Vorteile   Einheimischer Brennstoff, CO2-neutral, keine CO2-Abgabe
Nachteile   Lagerraum (zirka fünf Kubikmeter), Kaminfeger nötig, Emission von Feinstaub (Filter in Entwicklung)
Umweltverträglichkeit   91 Prozent
Wärmepreis pro Kilowattstunde   25,7 Rappen
Infos   Holzenergie Schweiz, Zürich, www.holzenergie.ch
 
Sonnenkollektoren
Funktionsweise   Das Prinzip ist einfach: In schwarz gestrichenen Röhren auf dem Dach oder in der Fassade wird Wasser durch die Sonne erhitzt; die Wärme wird im Keller ans Warmwasser- oder Heizungsnetz abgegeben. Bei hochisolierten Bauten eignen sich Sonnenkollektoren als Heizung, bei Altbauten hingegen können sie nur in Kombination mit anderen Systemen eingesetzt werden, da ihre Leistung nicht genügt.
Vorteile   Unabhängig von Energiepreisen, keine Emissionen, einfache Technologie, Selbstmontage möglich, keine CO2-Abgabe
Nachteile   Leistung reicht bei Altbauten nicht für komplette Beheizung, Unterstützung durch zweites System nötig
Umweltverträglichkeit   100 Prozent (Pellet/ Sonne), 65 Prozent (Gas/Sonne), 55 Prozent (Öl/Sonne)
Wärmepreis pro Kilowattstunde   28,6 Rappen (Pellet/ Sonne), 23,3 Rappen (Gas/Sonne), 28,5 Rappen (Öl/Sonne)

Infos   Schweiz. Vereinigung für Sonnenenergie, Bern, www.sses.ch; Informationsstelle Solarenergie, Zürich, www.swissolar.ch

© Beobachter Ausgabe 7 vom 30. Mär 2006 - Alle Rechte vorbehalten

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