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Immobilieninserat
So durchschauen Sie die Tricks der Anbieter
Ob in der Zeitung oder im Internet: Nicht alles, was in einem Immobilieninserat steht, ist für bare Münze zu nehmen. Die Tricks der Anbieter – und was man dagegen tun kann:
Inserate für Objekte mit geringer Nachfrage werden gelöscht und kurz darauf wieder aufgeschaltet. So entsteht für den Benutzer der Eindruck, das Objekt sei erst kurze Zeit im Angebot.
Metasuchmaschinen entlarven solche Ladenhüter. Wer bei der Suche keine Vorgabe zum Alter eines Inserats macht, entdeckt beim Durchchecken schnell identische Resultate mit verschiedenen Aufschaltdaten.
Fertighausanbieter oder Generalunternehmer nutzen Immobilienseiten für ihre Werbung, ohne konkrete Objekte anzubieten.
Gleich lautende Inserate für Objekte an verschiedenen Orten deuten auf solche Werbemethoden hin.
Bei grösseren Siedlungen mit Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäusern wird oft nur der Preis für die günstigste Variante oder den tiefsten Ausbaustandard angegeben.
Erkundigen Sie sich schon bei der ersten Anfrage an den Anbieter, worauf sich der Preis bezieht.
Bei der Angabe der Wohnfläche werden häufig auch unbeheizte
Treppenhäuser, Estriche, Abstellräume oder gar Balkone dazu gezählt.
Erkundigen Sie sich nach der beheizten Nettowohnfläche; messen Sie im Zweifelsfall auf Plänen oder am Objekt nach, ob die Angaben stimmen.
Hinter «zentrale Lage» kann sich ein lärmiger Standort verstecken; «gute Fernsicht» ist oft nur zu haben, wer fünf Etagen ohne Lift bewältigt.
Ein Augenschein vor Ort klärt vieles.
Entfernungen zu Zentrum oder Bahnhof werden grosszügig abgerundet.
Auch hier gilt: Prüfen Sie alles gut, bevor Sie den Vertrag unterschreiben.
© Beobachter Ausgabe 8 vom 14. Apr 2005 - Alle Rechte vorbehalten

