Am Telefon
Wann ist ein Hund ein Hund?
Wie viele Zentimeter unterscheiden einen Hund von einem Meerschweinchen?
«Laut Mietvertrag dürfen in unserem Gebäude keine Haustiere gehalten werden», erklärt die Abonnentin am Beobachter-Beratungstelefon ihre Anfrage. Trotzdem sei die Hauskatze einer Nachbarin vom Vermieter stillschweigend akzeptiert worden. Also erfüllte sich die Anruferin ihren Hundewunsch – ein Exemplar, das kleiner ist als die Nachbarskatze – und teilte dies dem Vermieter mit. Doch in ihrem Fall zögerte er und schrieb, er wolle für den Hund noch das Einverständnis der übrigen Hausbewohner einholen.
Reichen 18 Zentimeter?
Dabei stellt sich die Definitionsfrage: «Ist mein Chihuahua mit einer Schulterhöhe von 18 Zentimetern in dieser Situation wirklich ein Hund?», will die Ratsuchende wissen. Hamster, Meerschweinchen, Kaninchen oder Kanarienvögel wären recht gewesen. Solche Heimtiere darf man auch bei generellem Verbot halten. «Ob nun ein piependes Mäuschen im Käfig oder ein bellendes auf dem Sofakissen, das ist doch fast dasselbe», würden viele sagen. Paris Hilton ist es sogar gelungen, Chihuahuas zum Accessoire zu stilisieren – zu einer Art fleischfressendem Handtäschchen. Trotzdem: Ein Hund ist und bleibt ein Hund.
Bleibt für Frauchen nur zu hoffen, dass die Nachbarn ihr Einverständnis für das Mini-Hündchen geben. Vielleicht hilft ja eine kleine Werbetour von Tür zu Tür, mit Fifi auf dem Arm: Hundeblicke können Herzen öffnen.
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© Beobachter Ausgabe 25 vom 09. Dez 2009 - Alle Rechte vorbehalten


