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FilmbeitragAustralische Sicht auf Verdingkinder

Nachdem es der Beobachter neu aufgerollt hat, schlägt ein dunkles Kapitel Schweizer Sozialgeschichte Wellen bis ans andere Ende der Welt.

Australischer Dokfilm: Die ­Geschichte der Schweizer Verdingkinder geht um die Welt.
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Die TV-Sendung «Dateline» des öffentlich-rechtlichen Special Broadcasting Service (SBS) in Australien hat Mitte Mai den Beitrag «Switzerland’s Stolen Generation» ausgestrahlt – einen 15-minütigen Film über Verdingkinder, Zwangssterilisierte und administrativ Versorgte. Während gut einer Woche reiste SBS-Reporter David Brill im März durch die Schweiz und führte Interviews mit Betroffenen, dies auch mit Unterstützung des Beobachters.

«Das Thema ist für uns so interessant, weil auch unsere Behörden systematisch Kinder aus ihren Familien gerissen und ihre Persönlichkeit zerstört haben», sagt Brill. Betroffen waren Kinder aus Ureinwohnerfamilien: Die australische Regierung liess bis Ende der sechziger Jahre Tausende von Aborigine-Kinder zwangsweise in Heimen, Missionen oder Adoptivfamilien aufwachsen.

Der Film soll später auch auf CNN und BBC ausgestrahlt werden. Ansehen lässt sich die australische Sicht auf ein Stück Schweizer Vergangenheit schon jetzt im Internet.

Filmbeitrag «Stolen Generation»

Veröffentlicht am 21. Mai 2012