Die Eidgenössische Kom­mission für Frauenfragen bot ihre Unterstützung an, da es ihr «ein Anliegen ist, dass die betroffenen Frauen zumindest eine Entschuldigung oder eine moralische Wiedergut­machung erhalten». Und die Kon­­ferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren prüft, ob und wie Betroffene eine solche Wiedergutmachung erhalten könnten.

«Die heutigen Behörden tun sich schwer mit der Anerkennung, dass diese Versorgungen menschenrechtswidrig waren», schrieben die drei vom Beobachter porträtierten Frauen an die Sozialdirektoren. «Sie be­rufen sich auf die Hilflosigkeit der damaligen Behörden, die nicht gewusst haben wollen, was sie mit diesen Jugendlichen machen sollten. Doch die Stigmatisierung als Strafgefan­gene bleibt an den Betroffenen ein Leben lang hängen.»

Zudem griff das Schweizer Fernsehen die Thematik auf: Nachdem die Betroffene Ursula Biondi in der Talksendung «Aeschbacher» von ihrem Leben erzählt hat, plant nun die Sendung «Reporter» einen Dokumentarfilm. Wer sich informieren oder mit den be­troffenen Frauen in Kontakt treten will, findet alle Informationen unter www.administrativ-versorgte.ch.

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