Die Lobby der Verdingkinder (siehe Artikel zum Thema «Verdingkinder: Eine sehr späte Genugtuung») hat einen kleinen Sieg errungen: Der Schweizerische Nationalfonds hat 134'000 Franken bewilligt, damit Historiker die Geschichte von Verdingkindern in der Schweiz aufarbeiten können. Die Wissenschaftler hatten allerdings viermal mehr Geld beantragt. Immerhin können nun die Interviews mit den über 200 noch lebenden Zeitzeugen gemacht werden: «Es ist wichtig, dass sie ihre Geschichte endlich jemandem anvertrauen können», sagt Historiker Marco Leuenberger. Ruedi Bolzern vom Nationalfonds begründet die nur teilweise Projektbewilligung damit, dass im Kanton Genf letztes Jahr ein ähnliches Gesuch bewilligt worden sei.

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