123456. Das ist tatsächlich das meistverwendete Passwort der Welt. Und verständlicherweise auch das unsicherste. Bei vielen Anbietern lassen sich derart einfache Passwörter zum Glück nicht mehr verwenden, weil diese dafür Gross- und Kleinbuchstaben und Sonderzeichen voraussetzen. Komplizierte Passwörter tragen zur Sicherheit bei, aber leider nicht genug.

 

Was macht ein gutes Passwort aus? «Es sollte mindestens 12 Zeichen haben. Ausserdem sollten Sie es regelmässig wechseln und natürlich niemandem weitergeben», erklärt Markus Schwab, Leiter Digital Transformation bei PostFinance. «Es gibt dafür einen einfachen Trick: Bilden Sie einen Satz und wählen Sie die Anfangsbuchstaben des Satzes. Erweitern Sie dieses Passwort mit Sonderzeichen.» Mehr Tipps, wie Sie ein sicheres Passwort kreieren können, erhalten Sie oben im Video.

 

Neben herkömmlichen Passwörtern kommen seit wenigen Jahren auch biometrische Merkmale zum Einsatz. Darunter zu verstehen sind physische beziehungsweise verhaltensbezogene Merkmale wie Fingerabdrücke, DNA, Handvenenmuster, Handgeometrie, die Iris oder die Stimme.

 

 

Der Finger als Schlüssel

Der Fingerabdrucksensor im Smartphone ist heute nicht mehr wegzudenken und für uns Konsumenten ganz schön bequem. Einfach den Daumen aufs Display legen und schon ist das Gerät entsperrt. Doch wie funktioniert diese Technik eigentlich?

 

Der aufgelegte Finger wird mittels eines Sensors gescannt, anschliessend wird ein digitales Abbild erstellt. Dieses wird mit dem hinterlegten Fingerabdruck anhand vieler Merkmale abgeglichen. Dabei wird nicht nur die Hautoberfläche zur Identifikation berücksichtigt, sondern auch die tieferen Hautschichten. Diese stellen für den Fingersensor die sogenannte Lebenderkennung sicher. Mit Hilfe der Infrarottechnik überprüt die So!ware einen möglichen Betrugsversuch, indem das Gewebe untersucht wird. So soll sichergestellt werden, dass Betrüger nicht mit einem Abdruck von einem Glas oder sonstigem Gegenstand tricksen können.

 

Beim digitalen Banking auf Nummer sicher gehen

Postfinance
Quelle: Postfinance

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Das Gesicht wird zum Passwort

Wie der Fingerabdruck ist auch das Gesicht bei jedem Menschen einzigartig. Bei der Gesichtserkennung genügt ein Blick, um das Smartphone oder Tablet zu entsperren. Über eine Kamera wird das Gesicht einer Person aufgenommen und mit einem oder mehreren zuvor gespeicherten Bildern verglichen. Eine Erkennungssoftware lokalisiert das Gesicht und berechnet seine charakteristischen Eigenschalen. Das Ergebnis dieser Berechnung wird mit den gespeicherten Bildern verglichen.

 

Besondere Merkmale oder Ankerpunkte sind die Augen, Nasenflügel, Augenränder sowie die Kinn- und Mundpartie. All diese Merkmale verfügen im Gesicht über bestimmte Abstände und Winkel zueinander. Diese stellen den sogenannten biometrischen Token dar.

 

Wie sicher die Gesichtsentsperrung ist, hängt von der eingesetzten Technologie der Hersteller ab. Tester fanden bei diversen Smartphones heraus, dass sich die Gesichtserkennung mit einem Foto austricksen lässt. Geräte mit Infrarot-Technologie gelten als sicher. Angst, dass jemand Ihr Handy im Schlaf entsperrt, müssen Sie hingegen nicht haben. Die Algorithmen achten darauf, dass bei der Überprüfung die Augen der Person offen sind. So soll verhindert werden, dass einer schlafenden Person das Smartphone zur Entsperrung vors Gesicht gehalten werden kann.

 

Eine Kombination ist sinnvoll

Die Vorteile biometrischer Passwörter? Man hat sie stets bei sich und muss sich keine komplizierten Kombinationen merken. Datenschützer äussern ihre Bedenken, dass die biometrischen Sicherheitssysteme die Privatsphäre untergraben.

 

Soll man sich nun für ein herkömmliches Passwort oder die Biometrie entscheiden? Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile, eine Kombination ist sinnvoll.