Andres Wirz hat im Februar den Prix Nature, den Schweizer Nachhaltigkeitspreis, in der Kategorie «Generation Zukunft» gewonnen. Ausgezeichnet wurde er für sein Projekt Solafrica.ch zur Förderung von Solar­energie in Afrika. Der 25-jährige Schreiner war im vergangenen Jahr nach Kenia gereist, um Jugendlichen im Kibera-Slum von Nai­robi zu zeigen, wie man portable Solarlampen herstellt und bestehende Photovoltaikanlagen instand hält. Wie Entwicklungszusammenarbeit funktioniert, hat Andres Wirz bereits in seiner Kindheit mitbekommen. Er ist in Nepal aufgewachsen, wo sein Vater mehrere Jahre als Koordinator der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit tätig war. Zur Ökologie kam er aber nicht über seine Eltern, sondern durch ein Jugendsolarprojekt von Greenpeace. Mit 16 Jahren nahm er erstmals an einem Lager teil und montierte Solarpanels auf Dächer: «Ich war begeistert. Endlich etwas machen!», beschreibt er seine ­damaligen Eindrücke. Heute ist er auch bei spektakulären Greenpeace-Aktionen dabei. So hat er mit kenianischen Jugendlichen auf dem Haus von Barack Obamas Grossmutter Solarpanels installiert, um den US-Präsidenten für erneuerbare Energien zu sensibilisieren – ein Clip auf Youtube unter dem Stichwort «Bringing Solar to Mama Sarah Obama» dokumentiert dies. Andres Wirz glaubt fest daran, dass sich nukleare und fossile Energiequellen vollständig ersetzen lassen: «Es braucht einfach noch ein ­bisschen Überzeugungsarbeit.»

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