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BankenpleiteLehman-Opfer gehen gegen Finma vor

Die Schweizer Geschädigten der Lehman-Brothers-Pleite lassen nicht locker.

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Die rund 500 in der «Anleger-Selbsthilfe» organisierten Opfer haben bei Bundesrätin Doris Leuthard eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Finanzmarktaufsicht (Finma) eingereicht. Die Finma habe unzureichend untersucht, ob die Credit Suisse ihre Kunden genügend über Risiken aufgeklärt habe. So stufte die CS die Lehman-Anlageprodukte etwa in einer Werbebroschüre in der Risikoklasse «tief» ein – nur im ganz klein Gedruckten war plötzlich von «hohen Risiken» die Rede. «Wir wollen, dass sich die Landesregierung mit der Frage des Anlegerschutzes beschäftigt», sagt Anleger-Selbsthilfe-Präsidentin Calista Fischer, die letztes Jahr für ihren Einsatz für den Prix Courage des Beobachters nominiert war.

Als die US-Bank Lehman Brothers im September 2008 pleiteging, verloren Tausende Sparer sehr viel Geld. Im Gegensatz zu anderen vermittelnden Banken entschädigte die CS nur einen Teil der betroffenen Kunden.

Veröffentlicht am 06. Juli 2010