Texaid, an der das Kolpingwerk 8,3 Prozent hält, zahlt in der Schweiz Löhne, die sich schwer mit einem christlich-sozialen Engagement vereinen lassen (Beobachter Nr. 15). Wer sich bei Bernhard Burger erkundigt, bekommt folgende Antwort: «Wir sind über die Geschäfts- und Lohnpolitik von Texaid gut informiert […]. Es ist einiges schief an dem Artikel, aber das ist heute wohl so im Journalismus, wo man sogenannt ‹enthüllen› muss.» Und weiter: «Da, wo man Texaid ‹aufhängt›, an dem ­einen geringen Lohn von 3300, handelt es sich um einen geschützten Arbeitsplatz einer leicht geistig behinderten Frau. Es gäbe noch mehr, aber wir wollen es nicht noch komplizierter machen.»

14 Mitarbeiter mit Tieflöhnen

Es ist nicht bekannt, woher Burger seine Kenntnisse zu Texaids Lohnpolitik hat. Die Beobachter-Informationen jedenfalls stammen von Martin Böschen, Geschäftsführer von Texaid: «Zirka zwölf Prozent der Mitarbeitenden von Texaid beziehen einen Jahreslohn zwischen 42 600 und 48 000 Franken.» Demnach dürften 14 der 120 Mitarbeiter einen Bruttolohn zwischen 3277 und 3692 Franken (mal 13) ­erhalten.