Nach monatelangen Demütigungen verliess Monika Meister* nach einer erneuten Auseinandersetzung den Arbeitsplatz. Noch am selben Tag kehrte sie zurück. Als sie im Büro ankam, sprach der Chef die fristlose Entlassung wegen Arbeitsverweigerung aus.

Monika Meister wandte sich darauf an das Beratungszentrum des Beobachters. Und erhielt von der Beraterin die Auskunft: «Ein einmaliges Verlassen des Arbeitsplatzes reicht nicht für eine fristlose Entlassung. Für eine solche müssen derart wichtige Gründe vorliegen, dass dem Arbeitgeber die Zusammenarbeit nicht einmal während der Kündigungsfrist zugemutet werden kann.»

Und weiter: «Obwohl die fristlose Entlassung in Ihrem Fall ungerechtfertigt ist, ist sie leider gültig. Das heisst, der Job ist verloren. Sie können aber an die Schlichtungsstelle gelangen und vom Arbeitgeber den Lohn für die Kündigungsfrist sowie eine Entschädigung einfordern

Zwei Monate später geht im Beratungszentrum die gute Nachricht ein: «Die Schlichtungsstelle hat mir recht gegeben! Die Gründe des Arbeitgebers waren unzureichend. Ich möchte mich nochmals bei Ihnen bedanken. Sie waren die Erste, die mir wirklich Mut gemacht hat, den Fall bis vor die Schlichtungsstelle zu ziehen. Und es hat sich gelohnt!»

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