Es handelt sich um eine Massenentlassung, wenn einer Mindestzahl von Arbeitnehmern gekündigt wird, und zwar

  • mindestens zehn Personen in einem Betrieb von 21 bis 100 Angestellten;
  • mindestens zehn Prozent der Arbeitnehmer in Betrieben, die zwischen 100 und 300 Personen beschäftigen;
  • mindestens 30 Personen in Betrieben, in denen über 300 Angestellte arbeiten.

Der Arbeitgeber muss bei einer geplanten Massenentlassung die Arbeitnehmervertretung informieren. Fehlt diese, muss er die einzelnen Angestellten schriftlich benachrichtigen. Zudem müssen die Gründe und die Anzahl Kündigungen bekannt gegeben und das kantonale Arbeitsamt informiert werden.

Die Arbeitnehmer müssen die Möglichkeit haben, Vorschläge zu unterbreiten, wie Entlassungen vermieden oder beschränkt werden könnten – zum Beispiel mit Umorganisationen, Lohnreduktionen oder Umwandlung von Vollzeit- in Teilzeitstellen. Die Konsultation ist ein Anhörungsrecht, kein Mitbestimmungsrecht.

Das Ergebnis der Konsultation muss dem kantonalen Arbeitsamt mitgeteilt werden.

Arbeitsrechtler bemängeln die oft sehr kurzen Konsultationsfristen, die das Verfahren zur Farce machten. André Daguet von der Gewerkschaft Smuv fordert deshalb faire Fristen und Sanktionen bei Nichteinhaltung.