Bereits im Alter von 15 Jahren stieg Andrej Vckovski in die damals noch junge IT-Branche ein. Zu Hause hatte er kleine Programme für den Vater geschrieben, im Gymnasium gestaltete er die Schülerzeitung und erklärte den Lehrern, wie der soeben angeschaffte Computer funktioniert. So entdeckte ihn der Computerpionier Hannes Keller. «Es mag heute trivial tönen: Ich hatte ein Programm geschrieben, das Blocksatz erzeugte», erzählt Vckovski. Keller engagierte den begabten Jugendlichen für die Entwicklung von Software. Heute ist Andrej Vckovski 40 Jahre alt. Er ist Mitgründer und Leiter der Netcetera-Gruppe, einem Spin-off der Universität Zürich, zu dem fünf Firmen gehören. Bedacht auf Nachhaltigkeit, wurde die Computerfirma ohne externe Finanzierung aufgebaut – wohl mit ein Grund, weshalb sie das Platzen der IT-Blase im Jahr 2000 überlebte. Netcetera beschäftigt heute rund 100 Angestellte in Zürich und Skopje: «Wir setzen auf Qualität und Zuverlässigkeit.» Aus Mangel an Personal machte sich Andrej Vckovski im Jahr 2000 auf die Suche nach einem zweiten Produktionsstandort und fand ihn im Heimatland seiner Eltern. «Kontakte in andere Länder – das ist der grosse Vorteil der Migranten in globalisierten Märkten», ist Vckovski überzeugt. «Wir schaffen Wert in Skopje», sagt er. «Und wir bezahlen dort Steuern. Wer macht das schon in Mazedonien?»

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