Auch Sozialminister Pascal Couchepin will Kleinverdienern die Frührente ermöglichen. Sein Modell, das jährlich 400 Millionen Franken kosten soll, ist zurzeit in der Vernehmlassung. Vorgesehen ist eine Überbrückungsrente, im besten Fall anderthalbmal so hoch wie eine AHV-Maximalrente. Das wären immerhin 3225 Franken im Monat.

Die Latte liegt jedoch sehr hoch: Profitieren sollen nur «Personen mit niedrigen Löhnen, die eine körperlich oder psychisch sehr anstrengende Arbeit verrichten und denen der Verbleib im Erwerbsleben bis zum regulären Rentenalter nicht zugemutet werden kann». Sprich jene, die jetzt oft bei der IV landen – heute erhalten 21 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen zwischen 60. Altersjahr und Pensionierung eine IV-Leistung. Von der Vorruhestandsleistung à la Couchepin sollen jeder zehnte Berufstätige über 62 und ausgesteuerte Arbeitslose profitieren. Die Linke kritisiert das Modell: Sie will mehr Begünstigte.