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Nicolas SarkozyNur die Liebe zählt

Hat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy schon wieder Schmetterlinge im Bauch? Dann sollte er wissen, wie sich Verliebte am Arbeitsplatz am besten verhalten.

Sie sind mir einer, Nicolas Sarkozy! «Ich habe den Eindruck, dich seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen zu haben. Du fehlst mir (...) Millionen Küsse», stand da blau auf weiss und handgeschrieben auf einem Blatt Papier, das Sie vor wenigen Wochen zuoberst und gut sichtbar auf einem Stapel Akten aus dem Élysée-Palast trugen. Seither rätselt ganz Frankreich, wer wohl die Verfasserin dieser zärtlichen Botschaft ist. Sind Sie am Ende frisch verliebt? Vielleicht sogar in eine Mitarbeiterin?

Na wenn schon! Liebe zählt juristisch gesehen zu den Grundrechten und darf weder verboten noch eingeschränkt werden - nicht mal am Arbeitsplatz. Ist auch nicht nötig: Jeder kluge Arbeitgeber weiss, dass verliebte Angestellte ein wahrer Segen für die Firma sind. Denn sie sind gut gelaunt und voller Energie.

Nachdem Sie jetzt geschieden sind, gibt es keinen Grund mehr, eine neue Liebe geheim zu halten. Informieren Sie Ihr Umfeld so rasch als möglich, so verhindern Sie Klatsch und Tratsch. Rechtliche Probleme kann es einzig geben, wenn - was in Ihrem Fall ziemlich wahrscheinlich ist - die zwei Turteltauben zueinander in einer hierarchischen Beziehung stehen. So was geht natürlich nicht, denn als Vorgesetzter können Sie Ihre Traumfrau unmöglich noch objektiv beurteilen. Zudem droht die Gefahr der Bevorzugung. Deshalb muss sich Ihr neues Herzblatt wohl schweren Herzens in eine andere Abteilung versetzen lassen. Möglichst weit weg von Ihnen. Aber gell, was tut man nicht alles für die Liebe? Zumindest am Anfang.

Bonne chance,
Ihre Gabriela Baumgartner

Veröffentlicht am 05. November 2007