Selten hat ein Beobachter-Artikel ein solches Echo ausgelöst wie derjenige über den Engländer Tim Haley (siehe Artikel zum Thema «Novartis-Spezialist: Tödliche Abwärtsspirale»). Das Schicksal des Computerspezialisten, der für Novartis gearbeitet hatte, aus unerfindlichen Gründen seine Stelle verlor, zum Sozialfall wurde und dessen ebenfalls entlassene Ehefrau sich aus Verzweiflung das Leben nahm, erschütterte Leserinnen und Leser. Viele wollten helfen, boten ihm Wohngelegenheiten an oder schickten Geld, damit er sich wieder einmal etwas leisten konnte. Doch das Erfreulichste: Es zeichnet sich ab, dass Tim Haley auf seinem Spezialgebiet wieder eine Stelle findet. Der Inhaber einer Computerfirma, der einen Fachmann mit Haleys Qualifikationen benötigt, meldete sich beim Beobachter. Auf dessen Vermittlung sprach er mit Haley und war begeistert. Sobald diese Firma einen Grossauftrag, der auf guten Wegen ist, definitiv an Land gezogen hat, wird Tim Haley einen Arbeitsvertrag erhalten. Das sollte bis Ende Juni der Fall sein.

In vielen Reaktionen kamen Wut und Empörung über das Verhalten von Novartis zum Ausdruck. «Einerseits will Novartis ihr Image mit ‹Familientagen› aufpolieren, und anderseits werden Menschen so skrupellos fertig gemacht.» In etlichen Zuschriften wird Novartis-Chef Daniel Vasella aufgefordert, seine Verantwortung wahrzunehmen, sich zu entschuldigen und Haley wenigstens finanziell Wiedergutmachung zu leisten. Eine Leserin hat sich «zutiefst bewegt» entschlossen, auf ihre Weise gegen Novartis zu protestieren und von dieser Firma keine Medikamente mehr zu beziehen.

Quelle: Archiv