• Anzahl Beschäftigte: 6359 (ABB Schweiz)
  • Jahresumsatz: 3689 Millionen Franken (ABB Schweiz)
  • Branche: Energie
  • Gründungsjahr: 1891 (Brown, Boveri & Cie.)

«Ein Grossteil unserer Halbleiter wäre unbrauchbar, wenn es in un­seren Reinräumen nur so sauber wäre wie in einem Operations­saal. In den luftgefilterten, vibrationsarmen und temperaturkon­s­tanten Räumen dürfen maximal zehn Partikel à 0,0005 Millimeter Durchmesser pro Kubikmeter Luft existieren. Ein Haar misst im Durchmesser 0,076 Millimeter.

Bernhard Eschermann, 47, Leiter ABB Semiconductors, Lenzburg

Quelle: Sonderegger / Cortis

Innovation ist unabdingbar – für die Halbleiterfertigung der ABB wie auch für den ganzen Konzern. Bringen wir ein neues Produkt auf den Markt, dauert es im Schnitt zirka fünf Jahre, bis etwa die Chinesen ein Nachahmerprodukt präsentieren. Dann müssen wir bereits ­einen Entwicklungsschritt weiter sein. Eine gute ­Altersdurchmischung der Belegschaft ist wichtig, um die Innova­tionsleistung hoch zu halten. Wer von der Hoch­schule zu uns kommt, ist meist schon mit ­unse­rer Betriebskultur vertraut und weiss, dass er hier Neues machen kann. Es ist nicht immer leicht, genügend Ingenieu­re, Physiker oder Materialwissen­schaftler zu finden. Wir rekrutieren auf dem globalen Markt.

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Je attraktiver die Schweiz als Standort ist, umso leichter fällt uns die Suche. In Dättwil betreibt ABB eines von weltweit sieben Forschungszentren. Hier in Lenzburg fertigen wir die Bauelemen­te, in Turgi ist das Kompetenzzentrum für Leistungselektronik und Mittelspannungsantriebe. Die räumliche Nähe von Forschung, Produktion und Anwendung ist ein riesiger Vorteil. ­Neu­entwicklungen können in kurzer Zeit auf ihre Pra­xis­tauglichkeit getestet werden. Wir sind führend in der Herstellung von Leistungs­halbleitern. Mit einer Schaltung aus Leistungshalbleitern kann die Frequenz des elektrischen Stroms stufenlos und mit geringen ­Verlusten geändert werden.

Unsere Produkte finden Anwendung in der Stromübertragung und Stromverteilung, in Antrieben von Schiffsmotoren und ­Zügen oder im Bereich der ­erneuerbaren Energien. Ein Beispiel ist die weltweit erste Netzanbindung des derzeit grössten Offshorewindparks der Welt, BorWin1, der 2011 den Betrieb aufnehmen soll.»

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