• Anzahl Beschäftigte: 9
  • Jahresumsatz: keine Angaben
  • Branche: Medizinaltechnik
  • Gründungsjahr: 2008

«Unser Produkt ist eine Kamera, mit der man die Durchblutung in der Haut sieht. Das ist bei Verbrennungen relevant: Mit heu­ti­gen Methoden ist es schwierig, zu entscheiden, ob ­eine Verbrennung zweiten Grades noch durch­blutet ist oder nicht – also ob sie von allein heilt oder ob es eine Hauttransplantation braucht. In 40 Prozent der Fälle jedoch liegen die Ärzte bei ihren Befunden falsch. Mit Hilfe unserer Kamera kann man diese Entscheidung nicht nur mit fast 100-prozenti­ger Sicherheit treffen, sondern auch anderthalb bis drei Tage früher.

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Michael Friedrich, 29, CEO und Präsident Aïmago, Lausanne

Quelle: Sonderegger / Cortis

Wenn man bedenkt, dass ein Tag auf der Intensivstation 5000 Franken kostet, besteht hier ein starkes ökonomisches Interesse an früher Information. Neben Verbrennungen sind auch an­dere Bereiche in Vorbereitung: Chirurgie, Behandlung von Hautkrebs, Augenheilkunde – überall dort, wo die Durchblutung schnell beurteilt werden muss.

Die klinische Phase haben wir abgeschlossen, jetzt läuft die Kommerzialisierung. Wir haben die Kamera an diversen internationalen Kongressen präsentiert und sind auf grosses Interesse gestossen, insbesondere im Na­hen Osten, wo man zurzeit diver­se Verbrennungszentren baut. Einer unserer Investoren ist ein grosser Distributor für Medizinal­technik im Nahen Osten.

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Wir gründeten Aïmago 2008. Es war mein Professor Theo Lasser, der das Konzept in seinem Labor der ETH Lausanne entwickelt und zum Patent angemeldet hat. Nach dem Studium der Mikrotechnik in Lausanne hatte ich schon eine Stelle in Zürich in Aussicht, als Lasser mich fragte, ob ich mit ihm ein Start-up gründen wolle. Wenig später sagte ich zu. Mit an Bord war auch Marc André, mit dem ich schon in der Gymizeit in Bern eine ­Firma hatte. Aïmago hat mit der ETH Lausanne einen Exklusivvertrag für die Nutzung des ­Patents. Das Umfeld der ETH und des Parc Scientifique ist für Start-ups optimal, hier gibts auf engem Raum ein gros­ses Marktwissen. Das hilft uns technik­verliebten Ingenieuren, den ­Fokus auf den Markt zu richten.»

Webseite: www.aimago.com