ICH-AG in Deutschland

Seit Anfang 2003 können in Deutschland mit staatlicher Hilfe so genannte Ich-AGs gegründet werden. Angesprochen sind Arbeitslose, die sich als Ein-Personen-Unternehmen für einfache Dienstleistungen etablieren möchten. Das Angebot ist eine Vorstufe zur vollwertigen Selbstständigkeit. Während dreier Jahre unterstützt der Staat die Existenzgründer mit Geld (bis 7200 Euro im ersten Jahr) und auch mit Steuererleichterungen. Für die Inhaber der Ich-AGs gilt in dieser Phase voller Versicherungsschutz. Auch im Fall des Scheiterns vor Ablauf der dreijährigen Förderdauer bleibt der Anspruch auf Arbeitslosengelder gewährleistet.

Versicherung in Dänemark

Dänemark geht einen eigenen Weg: Bei der Absicherung gegen Arbeitslosigkeit macht es keinen Unterschied zwischen Angestellten und Selbstständigen. Für beide Kategorien gilt: Die Arbeitslosenversicherung wird auf freiwilliger Basis abgeschlossen. Selbstständigerwerbende können sich einer privaten, aber staatlich anerkannten Arbeitslosenkasse anschliessen, die ihr Angebot eigens auf die Bedürfnisse dieser Erwerbsgruppe ausgerichtet hat. Die Nachfrage ist gross: Allein beim seit 1977 tätigen Versicherer ASE schützen sich 150000 der rund 220000 dänischen Selbstständigerwerbenden davor, bei einem Misserfolg ihres Projekts den Gang zum Sozialamt auf sich nehmen zu müssen. Es werden allerdings nur dann Leistungen erbracht, wenn gar nichts mehr geht: Die Versicherten müssen belegen können, dass sie ihr Geschäft vollständig aufgegeben respektive verkauft haben. Denn Überbrückungshilfen bei einer vorübergehenden Baisse sind im dänischen System nicht vorgesehen.