«Eine Sportszene auf dem Bildschirm aus beliebig vielen verschiedenen Blickwinkeln zeigen – das ermöglicht die Software, die wir entwickelt haben. So kann man zum Beispiel in einem Fussballspiel ermitteln, ob ein Spieler sich im Abseits befunden hat.

Schon während des Informatikstudiums an der ETH hatten wir uns mit der entsprechenden Grundtechnologie auseinandergesetzt. Wir sind beide in Basel aufgewachsen und grosse FCB-Fans. So entstand die Geschäftsidee für LiberoVision. Unser Professor Markus Gross, der zuvor schon drei Start-ups ins Leben gehoben hat, ermunterte uns zur Firmengründung. Er war uns eine grosse Unterstützung. Im Kurs ‹Venture Challenge› holten wir uns das nötige betriebs­wirtschaftliche Rüstzeug: Wie verkaufe ich ein Produkt? Wie erschliesse ich einen Markt? Wie schreibe ich einen Finanzplan?

Bei Start-up-Wettbewerben ­kamen wir regelmässig in die vorderen Ränge. Das gab uns Vertrauen, weil wir sahen, dass nicht nur wir, sondern auch ausgewiesene Fachleute an unser Projekt glaubten. Seit letztem Jahr schreiben wir schwarze Zahlen. LiberoVision wird von TV-Stationen auf der ganzen Welt eingesetzt, darunter ZDF, BBC oder der amerikanische Sportsender ESPN.

Eine grosse Herausforderung, die wir auf dem Weg vom Prototyp zum marktreifen Produkt zu meistern hatten, war die technische Integration der Software in ein Fernsehprogramm. Unser Produkt besteht heute aus einem Rechner, der sich sehr einfach, mit fünf Kabeln, mit dem System der Fernsehsender verbinden lässt. Wir verkaufen nicht, sondern vermieten. So ist der Kunde flexibler und erhält immer die aktuellste Software. Inbegriffen in unserem Package sind auch Schulungen und ­Support.

Trainer fragen uns mittlerweile auch an. Sie würden unsere Software gern für ihre Trainings einsetzen. Wir arbeiten an ­einer solchen Lösung. LiberoVision ist inzwischen nicht nur für Fussball, sondern für sechs weitere Sportarten einsetzbar, darunter Eishockey und Basketball.

Im Vergleich zu den Anfängen, wo wir noch viel selber programmierten und fast jedes Wochenende irgendwo in der Schweiz bei einem Fussballmatch im ­Einsatz waren, hat sich unsere Tätigkeit jetzt mehr in Richtung Management entwickelt. Fast ­jeder Tag bringt etwas Neues, das Leben als Jungunternehmer ist ungeheuer spannend. Wir ­haben unseren Entscheid, ­LiberoVision zu gründen, noch keinen Tag bereut.»

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LiberoVision

  • Anzahl Beschäftigte: 13
  • Jahresumsatz: keine Angaben
  • Branche: Software
  • Gründungsjahr: 200
  • Website: www.liberovision.com