B und P verschickt ein Formular mit der Bitte, die Angaben beim «gewünschten Vertrag» zu überprüfen. Die Adressaten verwechseln dies mit dem Gratiseintrag ins offizielle Telefonbuch. Doch gut versteckt steht im Kleingedruckten, dass man mit seiner Unterschrift einen mehrjährigen Vertrag über 860 Franken pro Jahr eingehe.

Dem hat das Handelsgericht des Kantons Zürich in seinem Urteil (PDF, 624 kb) Ende Mai einen Riegel vorgeschoben. Das Formular (PDF, 40 kb) sei «irreführend». Es ziele darauf ab, den Empfänger davon abzulenken, dass es sich um eine Offerte für einen neuen, kostenpflichtigen Vertrag handle.

Wird das Urteil rechtskräftig, drohen den Verantwortlichen von B und P bis zu 10'000 Franken Busse, falls sie weiter mit dem verbotenen Formular auf Kundenfang gehen. Zum Prozess kam es, weil die LTV Gelbe Seiten AG gegen B und P geklagt hatte.

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