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AngestellteWas ist Arbeit, was Pause?

Darf der Chef in den Pausen Bereitschaftsdienst anordnen?

Pausen sollen ungestört bleiben, so dass man sich auch erholen kann.
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Frage: Ich arbeite acht Stunden pro Tag und habe um 10.30 Uhr eine halbe Stunde Pause. Da muss ich aber das Telefon hüten und bin ständig abrufbereit. Ist das so in Ordnung?

Nein, denn Pausen sind Arbeitsunterbrüche, die der Erholung, Entspannung oder Verpflegung dienen. Dieser gesetz­liche Zweck ist nicht erfüllt, wenn jemand ständig Bereitschaftsdienst leistet oder seine Pause unterbrechen muss. Wenn Sie zum Beispiel am Empfang arbeiten und Ihr Sandwich gelegentlich weglegen müssen, weil das Telefon klingelt, handelt es sich nicht mehr um eine Pause.

Die Auszeit muss ungestört bezogen werden können, damit man von einem Arbeitsunterbruch im Sinne von Erholung sprechen kann. Wenn Sie immer wieder aktiv sind und damit im Einsatz des Arbeitgebers, wird diese Zeit zwar wie eine gewährte Pause behandelt, aber nicht vom Zeitkonto abgezogen, sondern als Arbeitszeit angerechnet.

Übrigens hat man mit einem normalen Arbeitstag zwischen sieben und neun Arbeitsstunden Anrecht auf mindestens eine halbe Stunde Pause. Zudem sollte eine Pause in der Mitte der Arbeitszeit liegen. So will es das Arbeitsgesetz.

Veröffentlicht am 22. Juli 2014