«Wer Ordnung hält, ist zu faul zum Suchen», sagt der Chaotiker. «Auch das blanke Chaos ist ein Chaos», widerspricht der Ordnungsfanatiker. Der Kampf um Ordnung in den eigenen vier Wänden sorgt für Unmut. Dabei sind die Chaoten in der schlechteren Position, denn Ordnung gilt nach wie vor als Ziel auch wenn es selten voll und ganz erreichbar ist. Darum brauchts einige Vorsätze für Chaoten und Ordnungsfanatiker:

Vorsatz 1: Reduzieren Sie, wo immer es geht

Chaos entsteht im Normalfall durch das Aufbewahren von zu viel Krempel. Anderseits fällt es den meisten Menschen schwer, Vertrautes wegzuwerfen oder wegzugeben. Wenn Sie aber lernen, sich konsequent von dem zu trennen, was Sie nicht mehr brauchen, werden Sie Folgendes erkennen: Es tut richtig gut, sich von Ballast zu befreien. Falls Sie sich scheuen, etwas wegzuwerfen, können Sie es ja verkaufen, verschenken oder spenden.

Vorsatz 2: Setzen Sie sich konkrete Ziele

Überlassen Sie das Projekt «Ordnung schaffen» nicht dem Zufall. Setzen Sie sich konkrete Ziele und überprüfen Sie diese konsequent. Ein Beispiel: «Am 25. April räume ich von 15 bis 17 Uhr den Keller auf und entsorge alles, was ich nicht mehr brauche.» Belohnen Sie sich anschliessend mit etwas Schönem.

Anzeige

Vorsatz 3: Schritt für Schritt aufräumen nicht alles auf einmal

Versuchen Sie nicht, über Nacht vom Chaoten zum Ordnungsfanatiker zu mutieren; es würde Sie schlicht überfordern und mutlos machen. Gehen Sie stattdessen dreimal am Tag durch die Wohnung und schauen Sie, was Sie gleich wegräumen oder säubern können. Je regelmässiger Sie diese Rundgänge machen, desto leichter fällt es Ihnen, das Wenige, das Sie sehen, auch gleich zu erledigen.

Falls Ihnen genau diese Disziplin fehlt, sollten Sie drei bis fünf Tage hintereinander den Wecker auf eine Zeit stellen, in der Sie sicher zu Hause sind. Wenn er piepst, starten Sie Ihren Rundgang gut möglich, dass dies nach kurzer Zeit zur lieben Gewohnheit wird.

Vorsatz 4: Was Sie bis heute nicht gestört hat, soll es auch künftig nicht tun

Lassen Sie sich nicht durch den Vorwurf irritieren, Sie seien chaotisch. Sie allein entscheiden, ob es Ihnen wohl ist in Ihrer persönlichen Umgebung. Das heisst: Wenn Sie sich zum Chaoten oder zur Chaotin geboren fühlen bleiben Sie es!

Anzeige