Wenn zwei oder mehr Computer unter einem Dach werkeln, ist ihre Vernetzung sehr praktisch. Knotenpunkt eines Heimnetzwerks ist der Router (sprich: Ruter). An ihm werden das Modem sowie – je nach Ausstattung – Printer, Archiv- und Back-up-Medien angeschlossen, aber auch Geräte wie Spielkonsole, Mediacenter oder Smartphones. Für die Verbindung zwischen den Geräten und dem Router hat man die Wahl zwischen Kupfer, Funk, Strom und Licht. Jede dieser Techniken hat Vor- und Nachteile. Ideal wird das Netzwerk daher erst, wenn man die Techniken mischt. Das schnelle Ethernet für den TV-PC, POF oder Powerline für die Erschliessung entfernter Räume und WLAN fürs kabellose Surfen im Garten.

Quelle: Jupiterimages

Schnell (bis zu 10 Gigabit pro Sekunde), zuverlässig, simpel und vor allem: sehr günstig. Fast jeder heutige PC verfügt über eine Ethernetbuchse, die Kabel kosten nur wenige Franken. Allerdings sind sie recht dick und ohne bauliche Eingriffe nur schwer so verlegbar, dass sie dem Auge gefallen.

+einfach einzurichten
+günstig
+sicher
+sehr schnell
+stabil
+stromsparend
+strahlungsarm (wenn abgeschirmte Kabel)
-Kabelsalat
-wenig mobil, da an Kabel gebunden
Anzeige
Quelle: Jupiterimages

Keine Kabel, dafür wenig Tempo – das ist WLAN (Wireless Local Area Network). Ab 200 Franken. Hersteller versprechen Bandbreiten bis zu 54 Mega­bit pro Sekunde, real ist es selten mehr als die Hälfte. Zudem steht WLAN im Verdacht, zumindest bei strahlungssensiblen Menschen Krankheiten zu verursachen.

+ kein Kabelsalat
+ Bewegungsfreiheit
+ideal für Smartphones
- kann abgehört und missbraucht werden
-Verschlüsselung nötig 
-Einrichtung etwas komplexer
-starke Bandbreitenverluste durch Wände, Pflanzen etc.
-Elektrosmog
Anzeige
Quelle: Jupiterimages

Die Daten werden übers Stromnetz spediert. Jedes Gerät wird mittels Adapter (ab 50 Franken) an die Steckdose angeschlossen. Theoretisch können so pro Sekunde bis zu 200 Megabit fliessen, in der Praxis ist es kaum die Hälfte. Auch bezüglich Elektrosmog schneidet Power­line nicht besser ab als WLAN.

+relativ sicher (auto­matische Verschlüsselung)
+einfach einzurichten
+schnell
-störungsanfällig
-setzt gute Elektro­installa­tion voraus
-eingeschränkt mobil, da an Kabel gebunden
-Hersteller nicht immer kompatibel
-Elektrosmog
Anzeige
Quelle: Jupiterimages

Bei dieser neuen Technik werden die Daten durch einen Lichtwellenleiter aus Kunststoff spediert, der eine störungs- und strahlungsfreie Bandbreite von bis zu 100 Megabit garantiert. Adapter (ab 80 Franken) werden benötigt. Das Lichtwellenkabel ist dünn und kann problemlos hinter Sockelleisten versteckt werden.

+einfach einzurichten
+schnell
+stabil
+sicher
+strahlungsfrei
-dünne Kabel (weniger als zwei Millimeter)
-(noch) teuer
- wenige Hersteller
- eingeschränkt mobil, da an Kabel gebunden
Anzeige

Weitere Infos

Auf folgenden Websites finden Sie weitere Informationen, Tipps und Tricks zum Aufbau von Heimnetzwerken: