Ein Wanderer ist auf dem Schafarnisch im Kanton Freiburg von einem Herdenschutzhund angegriffen und gebissen worden, wie «20 Minuten» berichtet. Wie verhält man sich als Wanderer oder Biker richtig, wenn man auf eine von Hunden beschützte Schafherde trifft? Der WWF und Agridea, die im Auftrag des Bundes den Herdenschutz organisiert, haben einen Videoclip produziert, der Tipps zum richtigen Verhalten gibt.

Verhaltenstipps

Die wichtigsten Tipps für Wanderer und Biker:

  • Bleiben Sie ruhig, wenn die Schutzhunde bellen.
  • Versuchen Sie, die Herde zu umgehen und möglichst wenig zu stören.
  • Vermeiden Sie Provokationen mit Stöcken und schnellen Bewegungen.
  • Nehmen Sie Ihren eigenen Hund an die Leine.
  • Biker und Jogger: Halten Sie an und gehen Sie langsam an der Herde vorbei.
  • Falls die Schutzhunde Ihnen entgegenkommen, streicheln Sie die Hunde nicht.
  • Füttern Sie die Schutzhunde nicht und vermeiden Sie das Spiel mit ihnen.
  • Ignorieren Sie die Schutzhunde, wenn sie Ihnen beim Weitergehen folgen.

Auf Alpen mit Herdenschutzhunden finden sich zudem Informationstafeln mit den wichtigsten Verhaltensregeln. Die Tipps sollen dazu beitragen, unangenehme Situationen mit Herdenschutzhunden zu vermeiden.

Herdenschutzhunde sind keine Haustiere, sondern Schutzhunde mit einem klaren Auftrag. Sie schützen Nutztiere in den Alpen effizient vor Grossraubtieren. Und helfen damit auch streng geschützten Tieren wie Bär und Wolf, weil sie wegen ihnen weniger Nutztiere reissen, und so die Akzeptanz für die Grossraubtiere in den betroffenen Regionen verstärkt wird. Um Konflikte zu vermeiden, müssen Wanderer und Biker wissen, wie man sich richtig verhält, wenn man auf geschützte Schafherden trifft. (WWF: Herdenschutz)

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