Vater

Das da vorne kann nicht mein Sohn sein. Nicht dieser zarte Mensch von hinten aus dem Kindersitz. Wie dankbar war er doch, als er dort brabbelnd auf dem Rad sass und ich ihm oberhalb des Blitzventils die Welt erklärte. Und jetzt? 13 Jahre später? Lächelt er eiskalt zu mir herunter und ruft mir hinter seiner coolen Sonnenbrille zu, dass ich mich beeilen solle. Hey, Alter! Sind ja nicht zum Spass hier.

Was für eine blöde Idee, mit diesem frechen Pubertanten über hohe, sehr hohe Berge zu strampeln. Der Schweiss perlt mir aus dem Helm, und mein weichgekochtes Hirn will nur noch in den Schatten. Ich blicke nach oben. Serpentinen sind so brutal ehrlich. Sie fressen sich über die Hänge und zeigen dir ständig, wie stark der Abstand wächst.

Er wächst. Und wie. Noch 30 Kehren bis zum Gipfel. Zwischen uns liegen 300 Meter und schlappe 41 Jahre. Als kleiner Junge ­beleidigte er mich immer gern. Journalisten sind ja bloss Typen, sagte er, die den ganzen Tag im Drehstuhl sitzen und Zeitungen zusammenfalten. Hat er etwa gerade in den Staub gespuckt?

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Drei Stunden später habe ich den Umbrailpass auf 2500 Metern errreicht. Mein Sohn ist längst da. Er fläzt sich auf der Bank vor einer Berghütte herum. Sie ist geschlossen, ausserdem fängt es auch noch zu regnen an. Ich schnappe nach Luft, biete einen erbärmlichen Anblick. Hätte ich bloss besser trainiert. Aber hätte, hätte, Fahrradkette! Eine Radlergruppe aus unserem Gasthof von letzter Nacht in Santa Maria kommt gerade hoch, sieht mich sterben und bietet an, mit meinem Sohn zum nächsten Ort zu fahren. Ich nicke. Will ihm mein respiratorisches Siechtum ersparen. Will nur noch runter, und zwar den sicheren Weg. Über den Asphalt des Ofenpasses nach Livigno, 40 nasse Kilometer. Später erzählt mir mein Sohn, wie toll seine Tour war. Fetter Downhill, Papa, Ortler und das Stilfser Joch gesehen! Und ich? Sah ein paar Autos auf der Strasse. Es kann nur besser werden.

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Sohn

Eigentlich sollte ich ja zu meinem Vater aufblicken. Aber heute muss ich ständig auf ihn runtergucken. Er kommt am Berg einfach nicht nach.

Dabei ist es am Morgen noch andersherum. Als sich ein faltiges Gesicht über das meine beugt und mich auf väterlich freundliche Weise um halb sieben zum Kettenfetten ermuntern will. Stolz erzählt er mir beim Frühstück von seiner wochenlangen Vorbereitung und was für tolle ­Sachen er schon als Journalist gemacht habe. Huskytour in Lappland, Überlebenstraining in Schweden, was weiss ich. So langsam habe ich doch Zweifel, ob es die richtige Entscheidung war, mit dem natürlichen Feind eines 16-Jährigen über die höchsten Berge zu radeln, die man in den Alpen finden kann.

Meine Meinung ändert sich schlag­artig, als ich das frisch polierte Mountainbike besteige. Munter trete ich los, frage mich jedoch nach einer halben Ewigkeit, wo mein Vater bleibt. Der kämpft sich ein paar hundert Höhenmeter unter mir die Strasse hoch. Immer wieder warte ich, bis er aufschliesst. Oben angekommen, vor einer Hütte, keucht er ­mir seine Kapitulation entgegen. Aber jetzt schon wieder runterfahren? Kommt nicht in die Tüte! Nach längerem Zögern trennen sich unsere Wege. Ich schliesse mich einer Gruppe an, die aussieht, als würde sie sich nicht nur von Müsliriegeln ernähren. Ziemlich viel Bauch, aber gut drauf.

Wir fahren in heftigem Regen über glitschige Trails, die mich beinahe aus dem Sattel schmeissen. Immer wieder denke ich an meinen Vater. Zumindest, wenn es mir die Strecke erlaubt. Durchnässt, frierend und mit schlammigem Rad erreiche ich abends um sieben den Gasthof in Livigno. Mein Lohn dafür ist das schelmische Grinsen meines lieben Vaters. Der sitzt bereits mit einem kühlen Bier im Warmen. Noch lacht er!

Schieben: Auf manchen steilen Passagen hilft nur noch absteigen.

Quelle: Gian Marco Castelberg/ 13 Photo

Vater

Es wird besser. Das Wetter, die Stimmung, die Kraft. Habe meine Angst vorm Versagen letzte Nacht mit den Kissen erstickt. Aber die Sorge um meinen Sohn steckt mir noch in den Knochen. Bin ich jetzt ein schlechter Vater? Weil ich gestern schon beim Bier sass, als der triefende ­arme Kerl bei Blitz und Donner zu mir her­unterschlitterte?

Spätestens zwischen zwei Frühstücks­eiern nehme ich das sofort wieder zurück. Mein Gewissen wird so rein wie die Milch, die vor mir steht. Ist doch alles Pillepalle, fällt meinem Sohn aus dem lässigen Antlitz. Ich glaube, Pillepalle ist die Steigerung von «jämmerliches Weichei».

Heute wollen wir 72 Kilometer weit bis ins Engadin, über 1700 Höhenmeter. Die Sonne knallt vom Himmel, wieder tritt mein Sohn in die Pedale, als gäbe es kein Morgen. Ich würde ihm gern mal das segensreiche Prinzip des Windschattens erklären. Aber der Herr Leistungssportler ist einfach zu weit weg, als dass ich mich hinter ihm vor den Böen verstecken könnte. Er ist Sturm und Drang. Ich ein laues Lüftchen. Was soll ich tun? Nach dem Passo Alpisella kommt gleich der nächste Anstieg, der schma­le Weg quält sich durchs Val del Gallo hoch. Ich auch. Nur nicht runtergucken.

Wir müssen absteigen, es wird nun tatsächlich zu gefährlich. Unter uns, neben uns, überall lauert steiles Grauen. Ein falscher Schlenker, und du stürzt ab. Da ist kein Zaun, kein gar nichts. Wir schieben unsere Räder. Sohn will fahren, Vater sagt Nein. Pubertät trifft auf Altersstarrsinn. Klugscheisser auf Klugscheisser. Ich setze mich durch, dann wird es doch noch ein wunderschöner Tag. Mit atemberaubenden Abfahrten, die mir zwar die Herzkranzgefässe verengen, aber für immer unvergesslich bleiben. ­Am Abend liegen wir nebeneinander im Bett, machen Notizen. Was er wohl über mich schreibt? Ich denke an die Kehren in ­der Wand und kritzle in den Block: Drum prüfe, wer sich ewig windet. Ist das schon die Höhenluft?

Sohn

Alles feucht heute Morgen, meine Schuhe quietschen mit jedem Tritt in die Pedale. Der gestrige Tag ist weder am Rad noch an mir spurlos vorbeigegangen. Mit meinem ächzenden Vater, der offenbar neuen Mut gefunden hat, geht es jetzt hoch hinaus. Hier und da muss er schieben, aber er macht sich ganz gut. Wenn es auch meist ein Hochwuchten seines Velos ist, auf dessen Sattel er ­eigentlich sitzen sollte.

Zum Glück steht die Sonne auf unserer Seite. Aus glitschigen Wegen nach oben werden staubige Trails nach unten, aus quietschenden Bremsscheiben glühende Eisen. Schliesslich fasse ich einen Entschluss, der mir und meinen Beinen noch zum Verhängnis werden soll. Ich drehe mich um und packe den alten Herrn am Rucksack. Trotz der Erkenntnis, wie schwer mein Vater wirklich ist, beginne ich, ihn zu schieben. Vor vielen Jahren zog er mich noch mit Stützrädern die Spielstrasse entlang. Nun bin ich wohl langsam an der Reihe. Nach zwei heftigen Stunden und dem Motto «Wer seinen Vater liebt, der schiebt» schiessen wir eine Passstrasse hinunter. Ein Gefühl wie ein Rausch breitet sich in mir aus, der Asphalt huscht vorbei. Über 70 Sachen! Alles um mich herum blende ich aus. Alles bis auf das Rufen meines Vaters, ich möge doch ab und zu auch mal bremsen.

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Willkommene Abkühlung: Zwischenhalt am Lago di Poschiavo vor der Schlussfahrt hinunter nach Tirano im Veltlin.

Quelle: Gian Marco Castelberg/ 13 Photo

Vater

Ich beginne, unser Abenteuer zu geniessen. Mein Körper hat sich an die Schmerzen gewöhnt. Wie schön ist es doch, das Glück meines Sohnes zu sehen. Wenn auch nur von hinten. Wir fahren durch Pontresina, dieses teure Kaff in der Nähe von St. Moritz. Jetzt nur keinen Porsche streifen. Von weitem blitzt der Morteratschgletscher, auf einem Waldweg nimmt der Wahnsinn seinen Lauf. Treten, treten, treten! Es ist nur knapp über null Grad. Aber auf meinen Oberschenkeln glänzt der Schweiss.

Wir klettern auf knapp 2300 Meter, treten vom Berninapass in Richtung Lago Bianco. Vater will bald Pause. Sohn nicht. Wäre ja auch zu schön gewesen. So am See sitzen, frisches Wasser trinken und über die geomorphologische Auffaltung der Berge sprechen. Doch ein fetter Downhill wartet auf uns. Wir brettern über Schotterwege, bei denen du über Höhenangst nicht mal nachdenken solltest. Ich spüre derweil, wie gut sich Gewicht, Vortrieb und ­Geschwindigkeit ergänzen. Meine 90 Kilo schiessen kaltblütig an meinem Sohn vorbei. Er hat nicht mal mehr Zeit zum Staunen. Schnell, wie ich bin.

Am Nachmittag springen wir in den eiskalten Lago di Poschiavo. Helden, die wir sind. Dann nass in die Sachen und weiter nach Tirano, in die warme Lombardei. Es sind nur zehn Kilometer Schussfahrt, aber es ist wie der Ritt in eine andere Welt.

In Tirano erwarten uns Palmen, Pizzerias, Palazzi – und die Rhätische Bahn. Simons Stollenreifen werden von der Schiene ­geschluckt, er stürzt, streift eine Hauswand, schürft sich die ­Arme auf, Hüfte und Beine. Heiliges Schutzblech! Da übersteht er die schärfsten Trails der Alpen und kippt dann so auf einer bescheuerten Schiene um. Aber er verzieht keine Miene.

Ich bin stolz auf ihn.

Sohn

Man könnte meinen, es sei Winter. Auch das dritte Paar Handschuhe, das ich über meine dunkelblauen Hände streife, ändert nichts an der Kälte. Das Einzige, was mich motiviert, weiterzufahren, ist der Blick auf die schneebedeckten Bergspitzen. Trotz der harten Bedingungen verbringen wir einen tollen Tag. Wir klettern, das Rad oft geschultert, unvergesslichen Landschaften entgegen.

Wieder mal rasen wir einen Alpenpass hinunter. Mit Geschwindigkeiten, die den Kontrollverlust geradezu provozieren. Umso grösser ist die Erleichterung, als wir das Ziel vor Augen haben. Doch dann kommt mein dummer Sturz auf der Schiene, ich überschlage mich ziemlich hässlich. Bleibe ein paar Meter weiter liegen, ärgere mich schwarz. Meine Haut brennt. Ob ich morgen weiterbiken kann?

In der Berghütte: Bevor die nächste Etappe in Angriff genommen wird, müssen Kalorien auf den Teller.

Quelle: Gian Marco Castelberg/ 13 Photo

Vater

Heute fahren wir 50 Kilometer an einer vielbefahrenen Bergstrasse entlang. Die schnellste Strecke zum nächsten Ziel, Santa Catarina. Was für eine wunderbare Ausrede für mich, den kürzeren Weg zu nehmen: Mein Sprössling hat Schmerzen. Mister Cool muss sich schonen, weil sein Hintern brennt. Und ich bin eben ein sehr rücksichtsvoller Vater.

Sohn

Gefrässiges Schweigen zwischen uns. Hastig stopfen wir uns beim Frühstück grosse Marmeladenbrote in den Mund. Wir brauchen Kraft, jetzt folgt der Höhepunkt der Tour. Direkt neben dem Gasthof steigt der Berg steil an. Mein Vater erstaunlicherweise ­voran, ich hinterher, so schnell dreht sich der Spiess. Mittlerweile kann ich gerade mal wieder sitzen. Und heute müssen wir auf über 3000 Meter hoch. Ein Höllenritt. Wobei die Hölle noch auf sich warten lässt, zumindest bis zur Pizzinihütte auf 2700 Metern. Und verglichen mit den 300 Höhenmetern, die jetzt noch auf uns zukommen, war der Weg bis hierher die reinste Spazierfahrt. Aber mit Fahren ist nicht mehr viel, wir schieben die Räder. Das heisst, eigentlich tragen und stossen wir sie an steilen Hängen vor uns her, während wir auf die gewaltige Königsspitze blicken.

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Mein Vater steht unter mir. Erschöpft beugt er sich über den Lenker, er scheint die Nase voll zu haben. Jetzt bloss nicht aufgeben! Immer wieder lege ich mein Bike ab, um dann hinunterzuklettern und das seine hochzuhieven. Mein müder Erzeuger hat mit seinem Rucksack schon genug zu tragen. Rauf. Runter. Rauf. Runter. Das machen wir eine ganze Stunde so. Hochtragen, ab­legen, wieder nach unten, wieder hoch. Und das alles für das ­triumphale Lächeln meines Vaters, als er endlich mit stolz geschwellter Brust neben dem Schild «Passo del Zebrù» steht. Er kann wohl selbst kaum fassen, es hier hinauf geschafft zu haben. Er klopft mir unzählige Male auf die Schulter, ist sichtlich auch stolz. Aber jetzt wartet noch der Abstieg. Und der hat mit Radfahren nichts mehr zu tun. Wir klammern uns an Drahtseile, hangeln uns durch Schneefelder. Müssen die Räder über tosende Gebirgsbäche wuchten und an Abgründen entlangwandern. Zum ersten Mal sind wir völlig einer Meinung: Wir haben beide Schiss!

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Erschöpft, aber glücklich: Das Kräftemessen der Generationen geht mit leichten Vorteilen an den Jüngeren. Viel wichtiger jedoch: Vater und Sohn sind sich näher gekommen und «leben noch»!

Quelle: Gian Marco Castelberg/ 13 Photo

Vater

Warum tue ich mir das nur an? Der junge Hüpfer springt den Berg hinauf, als wärs nur eine Bordsteinkante. Er selbst nennt das langsam. Für eine Stunde lässt er mich sogar vorbei, bleibt aber dicht hinter mir. Ich spüre seine Hand auf meinem Rücken. «Betreutes Fahren!», ruft er grinsend. Komm Junge, denke ich, zeigs ihm, du warst doch auf dem Kilimandscharo. Aber ich sehe immer älter aus.

Irgendwann stehe ich dann auf 3006 Metern. Hochgewuchtet von meinem Sohn, diesem guten Geschöpf. Es ist arschkalt, der Wind wütet. Wir rutschen über tiefen Schneematsch, der an einer Felsscharte klebt. Es ist unfassbar steil, ich steige ab, finde kaum Tritt mit meinen Radschuhen.

Auch mein Sohn wird immer stiller. Eine falsche Bewegung, und das wars. Wir müssen uns einen Klettersteig runterhangeln. Eine Hand krampft sich ans Drahtseil, die andere hält das Rad. Ich schwitze, auch vor Angst. Erst nach einer Stunde haben wir diese mörderische Tiefe hinter uns, die uns ständig herabziehen wollte. Das Tal wird weiter, wir dürfen wieder auf die Sättel springen. Von meinen Waden fliesst Blut, ich habe sie mir mit den ­Pedalen aufgeritzt. Ich weine. Ich lebe noch. Wir leben noch.

Sohn

Nur noch 50 Kilometer bis zum Ende unserer Tour. Auf die Strecke achte ich kaum mehr, zu viele Eindrücke schwirren in meinem Kopf herum. In Santa Maria überkommt uns grosse Erleichterung. Wir haben es geschafft, die ganze Strecke durchgehalten. Wir fallen uns in die Arme. Glücklich. Stolz. Aber auch verdammt fertig. Sechs Tage stecken uns in den Beinen, mein Sattel reibt an rohem Fleisch. Beim Absteigen komme ich mir fast so alt vor wie mein Vater. Es war gar nicht so schlimm mit ihm. Und wer weiss, wohin es uns das nächste Mal treibt. Im Schlauchboot durch den Ärmelkanal? Barfuss auf den Everest? Am Abend bei der Rückfahrt im Auto frage ich ihn: «Sag mal, Papa, warst du schon mal auf dem Mond?»

Vater

Bei der letzten Etappe schaue ich auf weisse, mächtige Berge. Mein Sohn und ich fahren nebeneinander, schweigen uns glücklich an. Er sieht müde aus, der Kleine. Dann kommen wir an. Unten in Santa Maria nehme ich ihn lange, sehr lange in die Arme. Spüre seinen Puls, sein grosses Herz. Ich glaube, er schwitzt nicht einmal. Er ist ja so ein freundlicher junger Mensch, der seinen Schöpfer nie im Stich gelassen hat. Wir packen unser Zeug ins ­Auto. Gucken noch mal hoch. Wir hatten ein paar Tage nur für uns. Ein paar Tage, die uns einander viel näherbrachten, obwohl mein Sohn so oft vorausgefahren ist. Unser Abenteuer ist vorbei.

Er muss wieder in die Schule. Und ich zurück in den Drehstuhl, Zeitungen zusammenfalten.

Der Sohn

Simon Schophaus, 16, geht in die zehnte Klasse und schreibt für die Schülerzeitung «Kagtus» in Langenfeld (D). Er ist Leistungssportler und zählt zurzeit zu den schnellsten 800-Meter-Läufern seiner Altersklasse in Deutschland. Seine Bestzeit: 1:59.49 Minuten.

Quelle: Gian Marco Castelberg/ 13 Photo

Der Vater

Michael Schophaus, 57, hat Sport studiert, früher in hohen Ligen Volleyball gespielt und Deutschland mit dem Rad durchquert. Seine grössten sportlichen Erfolge sind die Besteigung des Kilimandscharo und die Bottroper Meisterschaft im Skifahren.

Quelle: Gian Marco Castelberg/ 13 Photo

Der Bericht erschien erstmals im Magazin
«FREEMAN'S WORLD 01/2014».

Quelle: Gian Marco Castelberg/ 13 Photo