Die Millionenparty: Grosse Sause in Berlin

Live-Bands, DJs, der berühmte Countdown zum Jahreswechsel und das gigantische Feuerwerk locken auch heuer wieder Abertausende von Gästen aus aller Welt zum Brandenburger Tor; letztes Jahr wurde die Millionengrenze geknackt. Die Festmeile zwischen dem Brandenburger Tor über die Strasse des 17. Juni bis zur Siegessäule bedeutet zwei Kilometer Party mit Food aus aller Welt, begleitet von interna­tio­nalen Stars, Laser- und Lichtanimatio­nen – und dem weltbekannten Berliner Silvester­feuerwerk.

Party in der Weltkulturerbe-Altstadt: Jahreswechel auf zwei Kontinenten

Silvester in Istanbul ist Jahreswechsel auf zwei Kontinenten. Die Metropole mit über 14 Millionen Einwohnern liegt auf beiden Seiten des ­Bosporus, der Meerenge zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer und damit – weltweit ­einzigartig – auf zwei Kontinenten. 2600 Jahre Geschichte, eine Altstadt, die zum Unes­co-Weltkulturerbe gehört und 2010 das Label Kulturhauptstadt Europas erhalten hat: Istanbul ­hat einiges zu bieten, durchaus auch Heutiges. Die drei Kilometer lange Einkaufsstrasse im Stadtteil Taksim wird in der Nacht zur Partymeile. Szenekenner sagen, wer nie in Istanbul gefeiert habe, habe noch nie richtig Party gemacht.

Im Kloster ­Fischingen findet der Kontrapunkt zu den krachenden ­Silvesterfestivitäten statt: Benediktinerinnen meditieren mit ihren Gästen.

Quelle: Rainer Jensen/EPA

Besinnliches Ambiente: Bei den Benediktinerinnen

Gänzlich trubelfrei geht der Jahreswechsel bei den Benediktinerinnen vonstatten. Die Ordensfrauen im Thurgauer Kloster Fischingen ­laden zu einer Meditation ein – spezielle Vorkennt­nisse und eine Anmeldung sind nicht ­nötig. Von ­23 bis 0.30 Uhr findet zudem ein Flötenkonzert statt. Ebenfalls Tradition hat die Silves­terfeier im Kloster Fahr bei Unterengstringen ZH. Für musikalische Highlights sorgen dort der Cellist Jonas Iten und das Schweizer Oktett.

Alles, was das Kind begehrt: Silvester auf der Ritterburg

Die Jugendherberge der Burg Monschau im deutschen Bundesland Nord­rhein-Westfalen in der Nähe der belgischen Grenze verspricht ­einen spannenden Jahreswechsel für Familien. Kinder dürfen die geheimen Gänge der Burg ­erkunden, Eltern machen einen Spaziergang durch die historische Altstadt, und am Silvesterabend speisen alle zusammen deftig an der Tafelrunde. Die Preise für Übernachtung und Halbpension sind dem Alter der Kinder ent­sprechend gestaffelt und sehr fair.

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Vom DJ bis zum ­Walzer: Am Wiener ­Stephansdom kommen selbst ­Tanzmuffel ins ­Rotieren.

Quelle: Rainer Jensen/EPA

Schwofen im Dreivierteltakt: Silvesterpfad in Wien

Wien ist eine legendäre Neujahrsdestination, nur schon wegen des sagenhaft schönen Konzerts der berühmten Wiener Philharmoniker. Das kann man zwar auch zu Hause vor dem Fernseher geniessen – aber den Silvesterpfad durch die Wiener Altstadt sollte man mindes­tens einmal live erlebt haben: Am 31. Dezember werden die ganze Wiener Altstadt, heuer inklusive der Ringstrasse vor dem Burgtheater, und der Prater zum durchgehenden Partygelände: Gastronomen bieten ihre Spezialitäten an, das Unterhaltungsprogramm reicht – typisch für Wien – von DJs über Volksmusik bis zu Operette und Walzer. Besonders beliebt ist jedes Jahr die Klassikmeile am Graben. Am Stephansplatz machen die Wiener Tanzschulen Werbung in ­eigener Sache: mit Turbo-Walzerkursen.

Für Unersättliche: Doppelt feiern auf der Südseeinsel

Die Datumsgrenze verläuft in der Südsee, über Samoa. Wer zweimal feiern möchte, muss einen knapp halbstündigen Flug von Apia, der Hauptstadt von Samoa, nach Pago Pago auf Ameri­kanisch-Samoa unternehmen – dort ist man 24 Stunden «hintendrein». Dasselbe funktioniert mit Australien und Neuseeland, den Cook­inseln und Hawaii. Klingt abstrakt? Wenn Sie am Neujahrstag 2015 von Sydney nach Honolulu fliegen, landen Sie dort noch einmal im Jahr 2014. Die Hawaiianer dürfen erst anstossen, wenn bei uns schon 11 Uhr ist. Prosit Neujahr heisst dort übrigens: «Hau’oli Makahiki Hou!»

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Den Start ins Leben junger ­Kegel­robben kann man auf Helgoland aus der Nähe ­beobachten.

Quelle: Rainer Jensen/EPA

Naturspektakel: Robben auf Helgoland

Der warme Golfstrom beschert der Nordsee­insel Helgoland im Winter ein mildes Klima – und tierische Besucher: Um die Jahreswende lassen sich dort jeweils Kegelrobben nieder, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Noch vor ­30 Jahren galten die Kegelrobben als praktisch ausgestorben. Heute kommt man den Babys, die am Anfang nur etwa zehn Kilogramm wiegen, dann aber rasch zulegen und etwa 50 Kilo erreichen, an den weissen Badestränden der ­Insel erstaunlich nahe.

Auf Darwins Spuren: Luxustrip nach Galapagos

Die Luxus-Kreuzfahrtlinie Silversea bringt Menschen, die gerne auf Feuerwerk verzichten, zum Jahreswechsel auf die Galapagosinseln. Dort kann man es den Landleguanen, Riesenschildkröten, Pinguinen und Darwinfinken gleichtun: eine Runde Sonne tanken. Bevor einen der heimische Winter wieder in den eiskalten Griff nimmt.

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Eine Kreuzfahrt, die ist lustig: Ein Schiff der Reederei Aida fährt während ­sieben Tagen im Persischen Golf und macht unter ­anderem Halt in ­Dubai.

Quelle: Rainer Jensen/EPA

Entspannt schippern: Schiffsreise in den Orient

Auf einem Schiff verliert man rasch das Gefühl für die Zeit – ideal für Menschen, die dem Festtagsrummel ausweichen wollen. Die sieben­tägige Orient-Fahrt der Kreuzfahrtgesellschaft ­Aida zum Beispiel bringt einen für den Jahreswechsel nach Bahrain, in einen Zwergstaat mit 33 Inseln im Persischen Golf. Wie ernst man ­es hier mit der Religion nimmt, beweist die Formel 1: Beim Grand Prix von Bahrain werden die Sieger aus Respekt vor dem islamischen Glauben nicht mit Champagner geduscht, sondern mit einer Magnumflasche Rosenwasser.

Buntes Treiben made in USA: Neujahrstag in Philadelphia

Der Brauch geht auf deutsche Siedler und das Jahr 1901 zurück. Heute verkleiden sich mehr als 30'000 Menschen zu sogenannten «Mummers» und ziehen am Neujahrstag als Mischung aus Mummenschanz, Fasnacht und Mardi Gras auf der Broad Street in Richtung JFK-Boulevard. Sogar ein «Mummers-Museum» gibt es in Philadelphia. Es zeigt Kostüme und vermittelt in ­Videos die Geschichte des Brauchs.

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Im Europa-Park Rust in Baden-Württemberg läuft es auch im Winter rund.

Quelle: Rainer Jensen/EPA

Lässt Kinderherzen höher schlagen: Neujahr mit der Euromaus

Der Europa-Park im deutschen Rust sorgt dafür, dass alle glücklich sind: Die Kids feiern am ­31. Dezember und am 1. Januar mit einem eigenen Kinderprogramm, einem Kinderbüffet und ­natürlich mit der putzigen Euromaus, während die Eltern Zeit haben, die Wellness- und Spa-­Bereiche des Hotels zu geniessen. Die Pauschalangebote mit Hotel und Shows sind jeweils schon frühzeitig ausgebucht, also beeilen