«Wir haben mehrere Standorte geprüft und alle nötigen Bewilligungen eingeholt», sagt Bauherr Hans Graf, der selber andernorts auf Pachtland der Gemeinde wirtschaftet.

In der Tat hat die Gemeinde das Bauvorhaben im Juli bewilligt. Laut Gemeindeammann Walter Hess «ist das Projekt zonenkonform und die Erschliessung hinreichend». Lediglich die Zufahrten wolle man noch optimieren. Genau da liegt aber der Haken. Nach geltenden Baugesetzen braucht es nämlich ausreichende Zu- und Wegfahrten für die geplante Nutzung - und dies muss bereits zum Zeitpunkt der Baubewilligung rechtlich gesichert sein. Das ist hier nicht der Fall: Auf der teilweise bloss 4,2 Meter breiten Zufahrt können Lastwagen nicht kreuzen, und der Kurvenradius ist für sie zu klein.

Roland Kolb, einer der betroffenen Anrainer, ärgert sich: «Es kann doch nicht sein, dass man zuerst eine Halle erstellt und anschliessend die nötigen Zufahrten erzwingt.»

Die Anstösser wollen kein Land abtreten und haben beim Kanton Rekurs eingelegt. Gelangt die Behörde zum Schluss, dass die Zufahrten nicht genügen, wird das Baugesuch abgelehnt. Allerdings: Bei eingezontem Industrieland ist die Gemeinde zur Erschliessung verpflichtet. Notfalls müsste Land enteignet werden. «Rein theoretisch ist diese Möglichkeit gegeben. Im konkreten Fall ist das aber kein Thema», sagt Gemeindeammann Walter Hess. Noch nicht.

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