13_00_rg_beofall.jpgDas Grüppchen um Beobachter-Leser Willi Oechsle (links) trifft sich zur samstäglichen Velotour. Vor Schindellegi fällt der Veloweg auf der neu errichteten Strasse steil ab. Wenns in aerodynamischer Rennveloposition talwärts geht, steigt der Adrenalinspiegel jedes Einzelnen an. Das ist normal. Weniger normal war aber eine Ausfräsung von etwa fünf Zentimetern im Belag des neuen Velowegs. Keiner stürzte, doch ein Gruppenmitglied präsentierte dem kantonalen Tiefbauamt in der Folge einen Kostenvoranschlag für die Reparatur der zerstörten Felgen, Naben und Speichen. Kosten: 422 Franken. Doch der Kanton Schwyz und die örtlich zuständige Baufirma kniffen bis der Beobachter die Rechtslage klärte.

Wenn eine Gefahr offensichtlich nicht genügend signalisiert ist, haftet grundsätzlich der Eigentümer der Strasse sofern ein Mangel vorliegt. Ob eine Ausfräsung einen Mangel darstellt, hängt davon ab, wie und von wem ein Verkehrsweg genutzt wird.

Bei einem steil abfallenden Veloweg muss die Baufirma mit Veloflitzern wie Oechsle und seinen Kameraden rechnen diese hingegen nicht mit Ausfräsungen im «Rennbelag». Eigentlich einleuchtend, fand die Bauleitung und übernahm den Sachschaden schliesslich doch noch.

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