Das Parlament sei zu schlecht bezahlt, beschweren sich seine Mitglieder. Zu Unrecht denn trotz unveränderter Ansätze steigen die Entschädigungen für die National- und Ständeräte jedes Jahr und zwar weit über die Teuerung hinaus. Gegenwärtig bezieht ein Nationalratsmitglied durchschnittlich 104'000 Franken, ein Ständerat 130'000 Franken pro Jahr.

Wie sich das vielfältige System von Spesen und Abgeltungen zusammensetzt, lesen sie hier. Das Parlamentariergehalt ist von 1994 bis 1998 um 17,9 Prozent angestiegen, die Taggelder für Inlandssitzungen legten um 22,8, jene für Auslandssitzungen gar um kräftige 29,1 Prozent zu.

Die Mitglieder der eidgenössischen Räte gehören aber auch sonst zu den Spitzenverdienern: Rund 70 Prozent erzielen ein Bruttoeinkommen von über 120'000 Franken. Davon haben 30 Prozent gar Einkünfte von mehr als 180'000 Franken pro Jahr.

Eine Exklusivumfrage des Beobachters unter allen 246 Mitgliedern von National- und Ständerat ergab zudem, dass sich die grosse Mehrheit über zuviel Arbeit, Fesseln im Beruf und grössere Lohneinbussen beklagt. Der selbständige PR-Berater Iwan Rickenbacher schlägt für die Schweiz ein Berufsparlament vor.

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Uber die Ratsarbeit von National- und Ständerat informieren die Parlamentsdienste (www.parlament.ch). Ihre Homepage enthält Angaben über die Zusammensetzung der Räte und der Kommissionen, das Sessionsprogramm und das Sitzungsprotokoll. Die Internet-Seite der TA Media AG www.politics.ch liefert zusätzliche persönliche Daten zu den einzelnen Ratsmitgliedern.