Auch eine Leserin aus dem Bündnerland kam enttäuscht von ihrer Italienreise zurück. Im Prospekt sei von einem Hotel mit Buffet die Rede gewesen, macht sie ihrem Ärger an der Beratungshotline Luft. Nichts dergleichen war da. Den Gästen sei eine Menükarte mit beschränkter Auswahl vorgesetzt worden. Einzig den Salat hätte man sich selber schöpfen können. Aus nur zwei Schüsseln. «Haben Sie den Mangel gerügt?», fragt die Beraterin nach. «Natürlich! Beim Hoteldirektor persönlich!», antwortet die aufgebrachte Frau. Doch dieser unverschämte Mensch habe sie abgeputzt. Er wisse nicht, was sie wolle, den Salat habe sie sich doch vom Buffet holen können.

Die Beraterin versucht, die verärgerte Frau zu beruhigen. Sie solle eine schriftliche Mängelrüge ans Reisebüro senden und eine Preisermässigung verlangen, rät sie. Gestützt auf die in solchen Fällen anwendbare Frankfurter Tabelle bei Reisemängeln, wäre eine Reduktion von fünf Prozent des Arrangementpreises realistisch. Doch solche gedanklichen Turnübungen interessieren die Leserin nicht die Bohne. Sie will kein Geld. Sie will eine klare Antwort: «Kann man bei zwei Schüsseln wirklich schon von einem Buffet sprechen?»