Drei Stunden war der Mann für seine letzte Skitour dieses Winters einen Berg in den Glarner Alpen hochgekraxelt. Danach bereitete er sich auf die Abfahrt durch den Pulverschnee vor. Und dann das: Beim Anschnallen des linken Skis machte sich der rechte selbständig, glitt den Steilhang hinunter und verschwand im Wald.

Die Abfahrt auf einem Ski war nicht lustig. Und zu Hause erntete der unglückliche Sportler mit seiner Geschichte Spott und Hohn. Aber es sollte noch schlimmer kommen: Der abhandengekommene Ski war gemietet. Jetzt verlangt das Sportgeschäft Schadenersatz. Damit ist unser Leser gar nicht einverstanden. «Der Stopper am Ski bremste nicht. Ich muss doch nicht für einen solchen Mangel bezahlen», möchte er sich vom Beratungszentrum bestätigt sehen.

Vor Gericht keine Chance

Doch leider liegt die Krux im Detail: Er müsste für den verschwundenen Ski tatsächlich nicht zahlen, wenn er beweisen könnte, dass der Stopper nicht funktionierte. Allerdings wird das vor jedem Richter misslingen, weil die entscheidenden Beweismittel – Ski und Stopper – irgendwo unauffindbar im Wald liegen.

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Ein kleiner Trost bleibt: Der unglückliche Skifahrer muss nur den Zeitwert des Skis bezahlen, und der ist geringer als der Neuwert.