«Kennen Sie sich mit Handys aus?», fragt ein Anrufer an der Beratungshotline des Beobachters. «Nicht wirklich, wenn es um technische Fragen geht», antworte ich.

Wobei «nicht wirklich» eigentlich noch zu viel versprochen ist. Ich kann knapp ein SMS schreiben, aber nur mit Kleinbuchstaben. Und wie man eine Zahl eingibt, habe ich erst vor kurzem herausgefunden. Wenn meine Liebste nicht vor acht Jahren darauf bestanden hätte, mir ihr altes Handy zu vererben, damit ich die Geburt unserer Tochter nicht verpasse, wäre ich heute immer noch ohne – und diesen Dino­saurier benutze ich noch immer.

«So ein ‹Füdli-Video›»

«Ich jedenfalls habe null Ahnung», holt mich der Anrufer aus meinen Gedanken zurück. «Ich bin nämlich schon 82. Vor einer Woche war mir langweilig. Plötzlich kam so ein ‹Füdli-Video›, als ich auf dem Handy meiner Frau herumtippte.» Jetzt habe seine Frau eine Rechnung über 79 Franken bekommen – für ein Abonnement, das er angeblich abgeschlossen haben solle.

«Die bekannte Sex-Abo-Falle», denke ich. Und frage: «Haben Sie denn wirklich kein Abonnement abgeschlossen?» – «Ich habe kein Abo abgeschlossen. Da bin ich mir hundert Prozent sicher.» – «Und warum sind Sie denn so sicher?», frage ich. «Ich brauche das nicht», sagt der Mann. «Ich habe selber eine schöne Frau.»

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