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Am TelefonDer enttäuschte Sponsor

Ein Anrufer beim Beobachter-Beratungszentrum will einen Kredit zurückfordern, den er für seine arbeitslose Freundin zum Autokauf aufgenommen hat. Der Grund dafür ist ziemlich speziell.

Ein Fremdkredit von 25'000 Franken für «die tolle Frau» ging in die Hose.
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«Ich brauche dringend eine Auskunft zu einem Kredit», sagt ein Anrufer beim Beobachter-Beratungszentrum. Letztes Jahr habe er eine tolle Frau kennen­gelernt. Sie seien sich näher­gekommen. Da sie dringend ein Auto gebraucht habe, habe er für sie einen Kredit aufgenommen und ihr 25'000 Franken für den Autokauf gegeben.

«Warum hat sie denn das Auto nicht mit eigenem Geld bezahlt?», frage ich. Und ahne, was jetzt kommt: «Sie hatte keinen Job. Und weil sie auch noch viele Betreibungen am Hals hatte, hatte sie auch keine Chance, selber einen Kredit zu bekommen», sagt der Abonnent.

«Sie wills nicht zurückzahlen»

«Und hat sie das Auto tatsächlich gekauft?» – «Ja. Aber jetzt will sie das Geld nicht zurückzahlen, obwohl wir klar abgemacht haben, dass sie mir jeden Monat 500 Franken überweisen muss, sobald sie wieder arbeitet und Geld verdient», sagt der ­Anrufer. «Und hat sie wieder ­einen Job?», frage ich. «Wo denken Sie hin», antwortet der Mann, «die lebt immer noch vom Sozialamt.» – «Aber dann ist sie ja gar nicht in der Lage, etwas zurück­zuzahlen. Warum verlangen Sie denn jetzt das Geld zurück?», vertei­dige ich die Frau. – «Ich habe heraus­­gefunden, dass sie gestern geheiratet hat.»

Veröffentlicht am 16. September 2014